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Gemeinsam Demenz vorbeugen

Das Präventionsprogramm GESTALT-kompakt

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Herr Müller ist 76 Jahre alt und lebt allein, seit seine Frau vor drei Jahren starb. Damals ging das Ehepaar noch regelmäßig tanzen oder wandern. Auch seine engsten Freunde leben nicht mehr oder sind körperlich beeinträchtigt. Er findet das sehr schade, weiß aber nicht, wie er seine Situation ändern kann. Ein evidenzbasiertes Präventionsprogramm schafft Abhilfe.

Bewegung gegen Demenz

Foto: Robert Kneschke / shutterstock.com

Demenz ist zu einem globalen Gesundheitsproblem geworden und gehört zu den häufigsten Krankheitssyndromen im Alter. Die Anzahl der Menschen mit Demenz liegt in Deutschland bei rund 1,7 Millionen (1); jährlich treten etwa 300.000 Neuerkrankungen auf (2). Weltweit werden bis 2050 circa 131,5 Millionen Menschen an Demenz erkrankt sein (3). Dies verursacht immense Kosten für das Gesundheitswesen und rückt die Wichtigkeit von Demenzprävention in den Fokus (4).

Die Risikofaktoren für demenzielle Erkrankungen lassen sich in zwei Gruppen unterscheiden: modifizierbare Faktoren, zum Beispiel Bewegungs-, Ernährungs- und Rauchverhalten, und nicht modifizierbare Faktoren, etwa genetische Dispositionen, Geschlecht oder Vorerkrankungen. Personen, die beispielsweise körperlich inaktiv sind, rauchen, sozial isoliert leben oder unter Bluthochdruck leiden, weisen ein erhöhtes Risiko auf, an Demenz zu erkranken (7–9). Durch die Zunahme an Älteren in der Gesellschaft (6) und die Tatsache, dass deren körperliche Aktivität mit zunehmendem Alter abnimmt (5), werden diese Menschen zu einer wichtigen Zielgruppe für Präventionsmaßnahmen.


Was hilft?

Da die Hälfte aller Alzheimerfälle den modifizierbaren Risikofaktoren zuzuordnen ist und mangelnde körperliche Aktivität zu einem großen Anteil der demenziellen Erkrankungen beiträgt (10), hat eine zielgerichtete Primärprävention eine hohe Bedeutung (8, 11). Als eine der Hauptstrategien wird die Förderung eines gesunden Lebensstils angesehen. Hierzu zählen der Verzicht auf das Rauchen, ein Body-Mass-Index (BMI) zwischen 18 und 25, ein hoher Obst- und Gemüsekonsum, regelmäßige körperliche Aktivität und ein geringer bis moderater Alkoholkonsum (12).

In Bezug auf körperliche Aktivität wird zur Reduzierung des Risikos die regelmäßige und moderat intensive Ausübung (13) von unterschiedlichen (14, 15) körperlichen (Freizeit-)Aktivitäten über den gesamten Lebenslauf empfohlen. Jüngere Studien zeigen, dass insbesondere die Kombination von kognitiver und körperlicher Aktivität für die Prävention von Demenz effektiv sein könnte (16, 17). Zudem sind eine geringe gesellschaftliche Partizipation, Einsamkeit und wenig soziale Kontakte statistisch signifikant mit dem Auftreten einer Demenz assoziiert (18, 19). Um die kognitive Leistung bei älteren Erwachsenen zu verbessern, werden strukturierte Mehrkomponenten-Übungsprogramme mit langer Dauer empfohlen (20). Derzeit sind die Möglichkeiten der Prävention von Demenzerkrankungen allerdings begrenzt, vor allem weil in diesem Bereich evidenzbasierte Bewegungsangebote rar sind (21). Hier setzt das GESTALT-Programm an: Es verfolgt sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Ziele.


Präventionsprogramm

GESTALT-kompakt ist ein evidenz- und gruppenbasiertes, multimodales Mehrkomponenten-Programm zur gezielten Prävention von Demenz, das von Mitarbeitern des Departments für Sportwissenschaft und Sport (DSS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt wurde. GESTALT steht für „GEhen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten“. GESTALT-kompakt ist eine Kurzversion des ursprünglichen GESTALT-Programms (22, 23)

Ziele

Das Ziel von GESTALT-kompakt ist eine umfassende körperliche, sozial-emotionale und kognitive Aktivierung entsprechend der zuvor genannten Empfehlungen. Die Teilnehmenden sollen darüber hinaus dazu befähigt werden, auch nach dem Ende und unabhängig vom Kurs einen aktiven Lebensstil aufrechtzuerhalten. Dies steuert zugleich die Kernziele des Gesundheitssports an, unter anderem die Verminderung von Risikofaktoren, die Stärkung physischer und psychosozialer Gesundheitsressourcen und den Aufbau von Bindung an gesundheitssportliche Aktivitäten. Das Programm richtet sich an Erwachsene ab 60 Jahren, die ein erhöhtes Risiko für eine Demenz aufweisen – also mehrere Risikofaktoren besitzen –, bei denen jedoch keine demenzielle Erkrankung diagnostiziert worden ist.

Inhalte und Struktur

Struktur und Inhalte des GESTALT-kompakt-Programms basieren auf der aktuellen Evidenzlage zur Demenzprävention (Abb. 1). Das ganzheitliche Bewegungsprogramm ist auf eine Dauer von drei Monaten (zwölf Einheiten) ausgelegt. Pro Woche findet jeweils eine angeleitete 90-minütige Einheit in einer Gruppe statt (Abb. 2, 3).

Abb. 1: Struktur von GESTALT-kompakt (UE=Übungseinheit); Grafik: DSS, FAU Erlangen-Nürnberg

Abb. 2: Beispiele aus den vielfältigen GESTALT-Inhalten

Abb. 3: Beispiele aus den vielfältigen GESTALT-Inhalten

Nach dem Kennenlernen und Ankommen im Kurs (Stufe 1, Einheiten 1–3) kommen in Stufe 2 (Einheiten 4–6) zu der jeweiligen Übungseinheit Aktivitätsanregungen für zu Hause hinzu (Abb. 4). Dies dient der Annäherung an das Ziel, die Bewegungsempfehlungen von dreimal pro Woche moderater körperlicher Aktivität zu erreichen (24, 25).

Abb. 4: Beispiele aus den vielfältigen GESTALT-Inhalten

In Stufe 3 (Einheiten 7–9) werden zudem „Exkursionen“ der Gruppe in umliegende Bewegungsangebote ergänzt. Dadurch sollen die Teilnehmenden bei der Weiterführung gesundheitssportlicher Aktivitäten in individueller oder kollektiver Form unterstützt werden, zum Beispiel in Sportvereinen oder bei anderen Sportanbietern. Die Teilnehmenden erhalten so in einem organisierten Rahmen und mit ihrer gewohnten Gruppe die Möglichkeit, Angebote in ihrer Umgebung kennenzulernen. Die Übungsleiter organisieren die Exkursionen für die Teilnehmenden. Bei der Auswahl der Angebote ist darauf zu achten, dass diese gut für ältere Personen zugänglich (zum Beispiel im selben Wohngebiet, sehr gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln) und kostengünstig sind, sodass es allen möglich ist, daran teilzunehmen und das Angebot im Idealfall später langfristig zu nutzen.

In Stufe 4 (Einheiten 10–12) sollen die Teilnehmenden bereits so selbstsicher sein, dass sie in kleinen Gruppen ohne Übungsleitung ein Angebot ihrer Wahl besuchen. Die jeweilige Kleingruppe berichtet in der darauffolgenden Woche im Kurs von ihren Erfahrungen und kann so auch andere Teilnehmende dazu anregen, das Angebot auszuprobieren.

Die Inhalte des Bewegungsprogramms basieren auf einem integrativen Konzept und wurden speziell für ältere Menschen entwickelt. In GESTALT-kompakt werden gleichzeitig und ganzheitlich verschiedene Ebenen des motorischen / körperlichen, kognitiven / geistigen und sozial-emotionalen / seelischen Handelns und Erlebens durch drei wesentliche Bewegungsbereiche angesprochen: Gehen, Spielen und Tanzen. Dabei findet stets eine Verknüpfung von körperlichen Aufgaben mit kognitiven Herausforderungen und sozialen Reizen statt. Das Programm hat drei inhaltliche Schwerpunkte: Bewegung im Alltag (Gehen), Sport und Spiel sowie Tanz und Bewegung zu Musik. Hierdurch werden alle koordinativen Fähigkeiten trainiert. Jede Einheit wird mit einem Ankommen und Einstimmen begonnen. Der Übungsleiter startet mit bekannten, einfachen Bewegungen und steigert je nach Leistungsniveau der Teilnehmenden die Übungen in ihrem Anforderungsgrad. Dabei müssen die geschulten und erfahrenen Übungsleiter stets darauf achten, die Teilnehmenden gezielt zu fördern, aber nicht zu überfordern, um Stress und Ängste zu vermeiden. Auch innerhalb der zwölf Wochen werden die Aufgaben und Übungen in ihrem Anforderungsniveau (angepasst an die Teilnehmenden) gesteigert.

Bewegungsberatung

Der Bewegungsumfang einer Einheit entspricht circa 60 Minuten, die Theorie circa 30 Minuten. Die Vermittlung findet über eine verhaltensorientierte Gruppenberatung statt. Inhalte des theoretischen Teils sind unter anderem das subjektive Belastungsempfinden, die positiven Effekte körperlicher Aktivität beziehungsweise die Folgen von Bewegungsmangel und die Funktion des Gedächtnisses. Darüber hinaus werden Strategien zur Bindung an körperliche Aktivität – wie Zielsetzungstraining, Handlungsplanung und Barrierenmanagement – vermittelt und umgesetzt. Die Übungsleiter gehen dabei stets auf die spezifische Situation der Teilnehmenden ein, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Barrieren, regelmäßige gesundheitssportliche Aktivität aufzunehmen und beizubehalten. Dies unterstützt die Integration des Gelernten in das Alltagsleben nach Interventionsende. Die theoretischen Inhalte (Handlungs- und Effektwissen) werden stets direkt mit Bewegungserfahrungen während der Einheit verknüpft. Die Inhalte werden anhand von vorbereiteten Flipcharts, Moderationskarten und Teilnehmerunterlagen besprochen und bearbeitet, zum Beispiel werden persönliche Ziele notiert. Die Unterlagen werden im Verlauf des Kurses immer wieder herangezogen, um neue Themen zu besprechen oder bereits Besprochenes zu wiederholen und das Gelingen der Umsetzung (zum Beispiel persönliche Zielerreichung) zu reflektieren.

Schulung

Das Department für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität bietet zweitägige Schulungen zur Umsetzung des GESTALT-kompakt-Programms für Übungsleiter an. Diese müssen eine Grundqualifikation (Leitfaden Prävention) mitbringen und Erfahrung in der Arbeit mit Älteren sowie im Bereich Sport nachweisen.

Evaluationsergebnisse

Zur Evaluation von GESTALT-kompakt wurde eine multizentrische, kontrollierte Studie mit drei Messzeitpunkten durchgeführt (26). Sie untersuchte die Kurz- und Langzeiteffekte der multimodalen Mehrkomponenten-Intervention zur Demenzprävention in verschiedenen Settings. Zwei Präventionsanbieter aus dem Bereich des betreuten Wohnens und drei Anbieter aus dem kommunalen Setting konnten für die Durchführung gewonnen werden. Die insgesamt 57 Teilnehmenden hatten eine hohe Compliance zum Programm (85 Prozent) und gaben an, sehr zufrieden oder zufrieden (98 Prozent) mit dem Programm gewesen zu sein. Die Ergebnisse zeigten im Vergleich zur Kontrollgruppe (30 Teilnehmende) nach drei Monaten signifikante Effekte auf die körperliche Aktivität in der Interventionsgruppe. Jedoch konnte diese Steigerung der körperlichen Aktivität zum Zeitpunkt der Follow-up-Messung nicht aufrechterhalten werden. Es ist anzunehmen, dass das körperliche Aktivitätslevel sowie der Gesundheitsstatus der Teilnehmenden zu Beginn von GESTALT-kompakt wichtige Faktoren für den Erfolg der Intervention bezüglich der Steigerung und des Erhalts von regelmäßiger körperlicher Aktivität darstellen. Insgesamt gab es eine große Streubreite im Aktivitätslevel und gerade Personen mit niedriger Aktivität zur Ausgangsmessung (27) profitierten am meisten von GESTALT-kompakt.


Verhältnispräventiver Ansatz

GESTALT-kompakt adressiert nicht nur Verhaltensänderungen auf individueller Ebene, sondern erhebt gleichzeitig den Anspruch, tragfähige Strukturen für Bewegungs- und Gesundheitsförderung aufzubauen. Das Ziel ist die nachhaltige Verankerung des Programms in der kommunalen Präventionspraxis und der Aufbau eines Netzwerkes, das die Planung und Umsetzung des Bewegungsprogramms begleitet und den Ansatz zur Gesundheitsförderung Älterer perspektivisch ausbaut (28). Damit solche Strukturen entwickelt werden können, benötigt es einen moderierten Prozess, an dem kommunale Akteure aktiv partizipieren können. Die in GESTALT eingesetzte kooperative Planung bietet eine Methodik, die auf die frühzeitige Einbindung aller relevanten Stakeholder abzielt und ihnen die Mitbestimmung bei der Planung und Umsetzung einräumt (29). Das erhöht die Identifikation mit dem GESTALT-Ansatz und macht alle Teilnehmenden der kooperativen Planung zu Beteiligten. Die Chancen für eine nachhaltige Fortführung werden dadurch erhöht.


Nachhaltigkeit und Verbreitung

Am ehemaligen Projektstandort Erlangen lässt sich drei Jahre nach Beendigung des Modellprojektes eine positive Bilanz ziehen.

Das GESTALT-kompakt-Bewegungsprogramm wurde in ein Regelangebot überführt und das städtische Sportamt hat die Koordination für aktuell acht Kurse übernommen. Darüber hinaus konnten drei Kurse im Landkreis Erlangen-Höchstadt verankert werden, die vom zuständigen Landratsamt koordiniert werden. Zweimal im Jahr finden Netzwerktreffen statt, zu denen sowohl die Übungsleitungen als auch strategische kommunale Partner eingeladen werden. Sie dienen als Plattform, um aktuelle Entwicklungen gemeinsam zu besprechen und gegebenenfalls Lösungsansätze zu erarbeiten. Das Präventionsprogramm wird derzeit auf zwei weitere Standorte übertragen. Die Barmer Krankenkasse fördert die Projekte in der Stadt Beckum (Nordrhein-Westfalen) und in der Gesundheitsregionplus Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, in denen es um die Umsetzung von GESTALT-kompakt-Kursen und den Aufbau von bewegungsförderlichen Strukturen geht. In den Städten und Landkreisen vor Ort werden stets unterschiedliche Strukturen und Personen angetroffen, wodurch sich für die Durchführung der kooperativen Planung neue Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung von GESTALT-Angeboten ergeben, welche anhand des partizipativen Ansatzes gelöst werden.


Fazit

Das GESTALT-kompakt-Bewegungsprogramm wurde gemeinsam mit Akteuren aus der Präventionspraxis im Rahmen eines Modellprojekts entwickelt und in der Praxis erprobt. Drei Jahre nach dem Ende des Modellprojekts lässt sich eine erste Bilanz ziehen.

Das Gesamtkonzept des Präventionskurses wird von den Praxispartnern positiv hervorgehoben. Die wissenschaftliche Fundierung und die Evaluation im Rahmen des Bewegungsprogramms waren für die beiden neuen Standorte (Stadt Beckum und Gesundheitsregionplus Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) ein entscheidender Grund, dieses Programm umsetzen zu wollen. Gleichzeitig hat die Verstetigung des Bewegungsangebots in Erlangen aufgezeigt, an welchen Stellen das wissenschaftsbasierte theoretische Konzept in der Praxis abweicht. Deutlich wird dies zum einen bei der Befähigung der Teilnehmenden, neue Bewegungsangebote aufzunehmen. In der Evaluation des Bewegungsprogramms zeigte sich, dass einige Teilnehmende durchaus neue Bewegungsformen gefunden und in ihren Alltag integriert haben. Dies führte meist jedoch nicht zu einer Emanzipation von dem GESTALT-kompakt-Angebot. Vielmehr blieben die Kurse in der Zusammensetzung der Teilnehmenden überwiegend beständig. Hieraus ergibt sich die Herausforderung für die Anbieter, sowohl für die aktuell Teilnehmenden als auch für neue Personen ein passendes Angebot zu ermöglichen.

Zum anderen zeigt sich die Abweichung auch in der Länge des Programmes. Die Länge von zwölf Wochen ist von den Präventionsstrukturen vorgegeben, um nach dem Leitfaden Prävention förderfähig und damit für die Anbieter attraktiv zu sein. Jedoch wären aus wissenschaftlicher Perspektive längere Programme für eine nachhaltige Verhaltensänderung wertvoller (siehe auch ursprüngliches GESTALT-Programm) (22).

Daraus entstand die Idee für ein GESTALT-Folgeangebot, das an die ersten zwölf Wochen anschließt und den Übungsleitern einen Handlungsrahmen bietet, um GESTALT-kompakt zielgerichtet fortführen zu können. Für die beiden neuen Standorte wurde daher ein zwölfwöchiges Folgeangebot entworfen, das sich dem Initialkurs anschließt, um den bisherigen Teilnehmenden die Möglichkeit zu bieten, ihre bisher gemachten Erfahrungen zu vertiefen und ihre neu aufgenommenen Verhaltensweisen zu verstetigen. Dies wird erneut von wissenschaftlicher Seite begleitet und evaluiert. Darüber hinaus besteht eine aktuelle Herausforderung im sehr unterschiedlichen Leistungsniveau der Teilnehmenden. Daher möchten wir das Programm perspektivisch auf weitere Subzielgruppen (bezüglich Alter, Gesundheitsstatus und körperlichem Aktivitätslevel) anpassen, um für mehr Menschen wirksame Prävention anbieten zu können. Die Altersangabe „ab 60 Jahren“ ist sehr breit gefasst und schließt sowohl junge Senioren als auch Hochbetagte ein. Die unterschiedlichen Ansprüche der Teilnehmenden in Einklang zu bringen und für jeden das passende Maß an körperlicher Aktivität zu finden, ist Ziel jeder Kurseinheit und Grundlage für die langfristige Aufnahme und Verstetigung eines rundum aktiven Lebensstils.

Surftipp
Website zum Projekt:

www.gestalt-kompetenzzentrum.de

 

Weshalb wurde zusätzlich zum erfolgreichen GESTALT-Projekt ein kompakter Präventionskurs entwickelt? Wie kann solch ein 12-wöchiger Kurs langfristig zu mehr Bewegung und Aktivität führen? Kann ich solch einen Kurse auch in meinem Therapiezentrum anbieten?

Heft 06-2019


Literatur

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Autor 1

Anna Streber

Dr.; Diplom-Sportwissenschaftlerin; 2018 Abschluss der Promotion zum Thema „Nachhaltige Gesundheitsförderung älterer Personen durch evidenzbasierte, bewegungsfördernde Interventionen“; seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Department für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Forschungs- / Arbeitsschwerpunkte: Gesundheits- und Bewegungsförderung von sozial Benachteiligten und Älteren, Nachhaltigkeits- und Partizipationsforschung.

anna.streber@fau.de

Autor 2

Tobias Fleuren

Diplom-Sozialwissenschaftler; seit 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Forschungs- / Arbeitsschwerpunkte: gesundheitliche Chancengleichheit, Beteiligungsverfahren in der Bewegungs- und Gesundheitsförderung, Bewegungsförderung bei Älteren.

tobias.fleuren@fau.de

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