Dekonditionierung

Nach Denner kommt der Dekonditionierung bei der Chronifizierung von Rückenschmerzen eine zentrale Bedeutung zu. Untersuchungen belegen für den Bereich der Wirbelsäule hohe Korrelationen zwischen Dekonditionierungsstadium und Chronifizierungsgrad. Keine Dekonditionierung (Stadium 0) bedeutet, dass bei Messungen alle motorischen Parameter – Mobilität und Kraft – in mittleren Referenzbereichen oder größer sind; kein Aufbautraining ist nötig. Erhebliche Dekonditionierung (Stadium 4) bedeutet, dass mehr als ein Parameter erheblich defizitär und mindestens 50 Prozent aller Parameter im mittleren Referenzbereich liegen; ein Aufbauprogramm von 24 Trainingseinheiten ist nötig. Denner zeigte für die Trainingspraxis, dass das Dekonditionierungsstadium Dauer, Umfang und Häufigkeit des Trainings determiniert. Die Referenzdaten wurden mit denen beschwerdefreier Personen verglichen. Gemessen wurden die einzelnen Segmente der gesamten Wirbelsäule in den Hauptbewegungsrichtungen
(vgl. Schifferdekker Hoch F, Harter WH, Denner A, Uhlig H. 2003. Muskuläre Dekonditionierung: Die Zivilisationsfalle unserer Gesellschaft? Orthopädische Praxis 39, 10;

Volltext unter: www.fpz.de/content/download/_Fach_Artikel/Orth_Praxis_10_2003_34000.pdf.

Balance der Kräfte, Heft 4/2008, S. 426

 

 

 

Glossar

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