Duchenne- und Trendelenburg-Zeichen Beim Duchenne-Hinken wird im Moment der Belastung des betroffenen Beins der Oberkörper zu dieser Seite verlagert. Dies führt zur Entlastung der Hüftabduktoren und des Hüftgelenkes insgesamt, daher auch der Begriff des »Entlastungshinkens«. Wenn beide Seiten betroffen sind, kommt es zu einem Gangbild, das als »Watscheln« bekannt ist. Die Ursachen sind sehr vielfältig, wie Hüftarthrose, Lähmung oder Schwäche der Hüftabduktoren. In der Untersuchung der Insuffizienz der Hüftabduktoren fordert man den Patienten zum Einbeinstand auf. Jetzt wird normalerweise das Becken auf der Seite des Spielbeines leicht angehoben, während bei einer Insuffizienz des M. glutaeus medius und minimus der Standbeinseite das Becken auf der Seite des Spielbeins absinkt. Dies kann bei nur geringer Schwäche durch Verlagerung des Oberkörpers auf die Seite des Standbeines ausgeglichen werden (Duchenne-Zeichen, Grad I). Wenn es zum Absinken des Beckens auf der Seite des Spielbeins kommt, spricht man vom Trendelenburg-Zeichen, Grad II. Wenn zur Aufrechterhaltung des Einbeinstandes das Spielbein am Standbein abgestützt werden muss, liegt ein Grad III vor. Bei einer Insuffizienz Grad IV ist der Einbeinstand nicht mehr möglich, ohne dass der Patient sich festhält. |
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