Grundentstörung (GE)

Mit ihr lassen sich sehr einfach auffällige Reflexzonen (RZ) im Sinne von höherer Empfindlichkeit oder Schmerzhaftigkeit ausgleichen. Am maximalen RZ-Punkt wird ein gleich bleibender Druck ausgeübt, der langsam bis zur Schmerzschwelle gesteigert wird, aber keinesfalls darüber.
Als Referenz bietet sich hierzu die Atmung an, die an der Schmerzschwelle etwas stockt oder deutlich flacher wird. In dieser Druckstärke verweilt der Finger so lange – ca. 10 Sek. bis 2 Min. –, bis sich eine Durchatmung einstellt oder bis das Gewebe deutlich nachlässt und der Finger in den Punkt spürbar einsinkt. Dies ist häufig von einem tiefen Atemzug begleitet, wobei sich der Patient entspannt. Offensichtlich ist mit der GE eine Umschaltung des vegetativen Nervensystems in Richtung Parasympathikus verbunden. Anschließend sollte die gesamte RZ mit ein paar weichen Massagegriffen ausgestrichen werden.

Reflexzonen-Behandlungen in der Physiotherapie, Heft 10/2010, S. 60

 

 

 

Glossar

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