Hennemansches Größenprinzip

Dieses Prinzip besagt, dass kleinere neuronale Zellkörper leichter erregbar sind als größere. Im Vorderhorn des Rückenmarks bedeutet das, dass die A-Alpha-2-Motoneuronen der tonischen Muskeln leichter erregbar sind wie die A-Alpha-1-Motoneuronen der phasischen Muskeln. Konkret bedeutet das, dass die tonische Muskulatur eher angesprochen wird als die phasischen Muskelfasern. Im Nucleus intermediolateralis des Seitenhorns werden die Vasokonstriktor-Subsysteme leichter aktiviert als die vasodilatatorischen. Also wenn das System eine schnelle Erstreaktion steuert und noch nicht genau weiß, wie es reagieren soll, wird immer erst eine Vasokonstriktion ausgelöst. Das ist wichtig für die Blutdruckregulation und bei Verletzungen, um zu verhindern, dass zu viel Blut verloren geht.

CRPS, Heft 3/2011, S. 40
 

 

 

Glossar

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