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Körperzusammensetzung Eine Analyse der Körperzusammensetzung erklärt, wie hoch der Fettanteil im Körper ist. Nach dem sogenannten Zwei-Kompartiment-Modell lässt sich die Gesamtkörpermasse in Gesamtkörperfettanteil (GKF) und Fett-Freie-Masse (FFM) unterteilen. Die FFM besteht zum großen Teil aus Organen, Knochen und Muskelmasse. Die Fettmasse lässt sich wiederum in Depotfett (Unterhautfettgewebe und viszerales Fett um die Organe) und Strukturfett, wichtig für die Funktion von Organen und Geweben, unterteilen. Eine in der klinischen Praxis gebräuchliche Messmethode ist die bioelektrische Impedanzanalyse (BIA), eine elektrische Widerstandsmessung im Körper. Nicht erfasst wird hierbei aber das Körperfettverteilungsmuster, das eine große Rolle bei den gesundheitlichen Risiken spielt. Ergänzt werden kann die Messung unter anderem durch die Hautfaltendickemessung an definierten Körperstellen. Von der Dicke des Unterhautfettgewebes kann auf den GKF geschlossen werden. Als Faustregel gilt, dass der GKF bei gesunden Männern zwischen 10 und 20 Prozent und bei gesunden Frauen zwischen 20 und 30 Prozent der Körpermasse liegt. Zunehmendes Alter führt im Bevölkerungsdurchschnitt zu einem Verlust an FFM, was durch eine relative Zunahme des GKF kompensiert wird. Auch der Gesamtkörperwasseranteil wird mit Zunahme des wasserarmen Fettgewebes geringer. Bei der Verlaufskontrolle von Gewichtsreduktionen lässt sich mit der Analyse der Körperzusammensetzung feststellen, ob tatsächlich Körperfett abgebaut wurde. Bei einer Kalorienreduktion ohne Bewegungsprogramm besteht die Gefahr, dass der Körper zu viel FFM abbaut. Der Verlust an Muskelmasse bedeutet den Verlust gerade des Gewebes, das Energie verbraucht; der Grundumsatz sinkt. Ambulante physiotherapeutische Prävention des Metabolischen Syndrom, Heft 6/2008, S. 652 |
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