Learned non-use (Gelernter Nichtgebrauch) Neben Schädigungen des ZNS haben negative Lernerfahrungen einen großen Einfluss auf den Verlust von Arm- und Beinfunktionen. Ein Gebrauch der hemiparetischen Extremität endet häufig im Misserfolg. Die zunehmende (kompensatorische) Benutzung durch die weniger betroffene Extremität führt zur Nichtbenutzung des betroffenen Beines oder Armes und Verringerung der motorischen Fähigkeiten (Ressourcen). Diese Bevorzugung der weniger betroffenen Seite ist mit einem positiven Verstärker gleichzusetzen. Der mangelnde Gebrauch des hemiparetischen Armes oder Beines, einhergehend mit einer verminderten Aufmerksamkeit auf die betroffene Gliedmaße, führt zur verminderten kortikalen Repräsentation. Der Patient lernt somit, seine geschädigte Extremität nicht sinnvoll oder überhaupt nicht für Bewegungsaktivitäten einzusetzen. Unilaterale Gehhilfen, Heft 7/2010, S. 63 |
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