Receiver operating characteristic-Kurve Für bestimmte Messungen oder Tests wird ein Schwellenwert festgelegt, ab dem ein Patient als krank gilt. So kann im Rahmen einer Studie zum Beispiel bestimmt werden, dass alle Patienten mit einer Kniegelenksflexion, die kleiner ist als 130°, eine eingeschränkte Beweglichkeit haben. Da dies kein anatomisch einheitlicher Wert ist, könnten auch andere Gradzahlen gewählt werden. Die receiver operating characteristic-Kurve ist eine Grafik, die auf der Y-Achse die Sensitivität und auf der X-Achse 1- die Spezifität für unterschiedliche Schwellenwerte darstellt. Aus dieser Grafik kann abgelesen werden, bei welchem Schwellenwert die Sensitivität, die Spezifität oder das Wertepaar den höchsten Wert hat. Je nach Ziel der Studie kann so der Schwellenwert optimal festgelegt werden. Der Punkt der oben links auf der Grafik liegt hat den höchsten Wert für das Paar, insgesamt sind die Werte am besten je mehr Raum unter der Kurve liegt. Bildet die Kurve eine Gerade von links unten nach rechts oben, entspricht das dem Zufall und der Test bringt keine Erkenntnisse. Genauigkeit des Lachman-Tests zur Feststellung einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes, Heft 2/2009, S. 108 |