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Settingansatz
Dieser Ansatz ist eine Kernstrategie der Gesundheitsförderung. Unter Settings werden soziale Systeme verstanden, die einen starken Einfluss auf die Gesundheit ausüben und in denen zugleich die Bedingungen von Gesundheit gestaltet und beeinflusst werden können. Die primärpräventiven und gesundheitsfördernden Interventionen zielen auf Lebensräume ab, in denen Menschen große Teile ihrer Zeit verbringen.
Gesundheit soll sozusagen als Organisationsprinzip in Systemen / Einrichtungen integriert werden. Beispiele sind Kommunen / Stadtteile, Kindergärten, Schulen, Einrichtungen der Altenhilfe und Betriebe. Die alltäglichen Arbeits-, Lern- und Lebensbedingungen haben einen erheblichen Einfluss auf die gesundheitliche Entwicklung des Einzelnen und prägen gesundheitsbezogene Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen. Es muss darauf geachtet werden, dass auch Personen mit sozial ungünstigeren Gesundheitschancen erreicht werden dies ist mithilfe des sogenannten individuellen Ansatzes oft schwer. Ebenso wichtig ist die aktive Beteiligung der Betroffenen (Partizipation). Die Krankenkassen fördern Projekte allerdings nur, wenn zum Beispiel der Träger der Einrichtung (Settingträger) einen Anteil an Eigen-/Drittmitteln einbringt.
Bekannte Beispiele sind die gesundheitsfördernde Schule, die die Zielgruppe der Lehrer und Schüler in den Blick nimmt, und die betriebliche Gesundheitsförderung, die versucht Gesundheitsressourcen in Unternehmen aufzubauen (Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Krankenkassen. 2006. Leitfaden Prävention. 2. Aufl.).
Ambulante physiotherapeutische Prävention des Metabolischen Syndroms, Heft 7/2008, S. 801
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