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Intelligente Menschen haben weniger Nervenzellverbindungen

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Grafik: metamorworks / shutterstock.com

[js] Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger vernetzt sind seine Nervenzellen in der Großhirnrinde – zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum.

Die Forscher hatten 259 Probanden mittels Neurite Orientation Dispersion and Density Imaging (NODDI) untersucht, einer speziellen Form der Magnetresonanztomografie. Gemessen wurde die Anzahl der Dendriten in der Großhirnrinde; zusätzlich absolvierten die Untersuchten einen Intelligenztest.

Die Wissenschaftler stellten fest: Je klüger die Person, desto weniger Nervenzellfortsätze existierten in ihrem Gehirn. „Intelligente Gehirne zeichnen sich durch eine schlanke, aber effiziente Vernetzung ihrer Neurone aus”, erklärt Biopsychologe Dr. Erhan Genç. Ein schlaues Gehirn erziele eine hohe Denkleistung bei möglichst geringer neuronaler Aktivität.

Die Forscher validierten ihre Erkenntnisse durch Analysen des öffentlich zugänglichen Datensatzes „Human Connectome Project”: In 500 Stichproben fanden sie einen identischen Zusammenhang.

Literatur

1. Genç E, et al. 2018. Diffusion markers of dendritic density and arborization in gray matter predict differences in intelligence. Nat. Commun. 9, 1:1905

Heft 07-2018


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