_Magazin

Nachrichten-Special: ​Sensorisches Diskriminationstraining

.

Im Oktober 2018 fand im kanadischen Montréal der 11. World Stroke Congress statt. Dort trafen sich einige der „Superstars“ der Wissenschaft, um in einen kreativen Austausch zu treten und die aktuellsten wissenschaftlichen Arbeiten vorzustellen. Die Physiotherapeutin Katrin Rösner hatte dort die Möglichkeit, ein Poster vorzustellen und interessante Themen für Sie festzuhalten.

.

Bisher schien die obere Extremität nach Schlaganfall im Verhältnis zur unteren weniger ausgiebig evaluiert; das soll sich künftig ändern. Eine australische Forschergruppe um Leanne Carey wollte im Rahmen der „Study of Effectiveness of Neurorehabilitation in Sensation“ (1) herausfinden, welche Barrieren, aber auch Möglichkeiten bei der Verwendung von Leitlinien in Bezug auf Sensibilitätsverlust nach Schlaganfall für Therapeuten entstehen.

Ein sensorisches Diskriminationstraining konnte deutliche Verbesserungen im Vergleich zu einem unspezifischen sensorischen Training erzielen (1, 2). In der Literatur finden sich bisher vor allem kompensatorische Therapiestrategien (3).

Literatur

1. Carey L, et al. 2011. SENSe: Study of the Effectiveness of Neurorehabilitation on Sensation: a randomized controlled trial. Neurorehabil. Neural Repair 25, 4:304–13

2. Carey L, et al. 2012. SENSe: helping stroke survivors regain a sense of touch: an evidence-based approach to sensory rehabilitation after stroke. Heidelberg, Victoria: Florey Neurosciences Institute

3. Pumpa LU, et al. 2015. Somatosensory assessment and treatment after stroke: an evidence‐practice gap. Aust. Occup. Ther. J. 62:93–104

 

Heft 02-2019


Autor

Teilen & Feedback