WISSENSCHAFT_PILOTSTUDIE

Prävention und Therapie der schmerzhaften Schulter von hochparetischen Patienten in der Frührehabilitation

Erste Evaluation einer Schulterorthese im Rahmen einer offenen Studie

S. Hesse, A. Albasinsi, A. Bardeleben, J. Grunden, N. Schiavone, A. Müller

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Zusammenfassung

Einleitung: Vorgestellt wird eine neue Schulterorthese für die Prävention und Therapie der schmerzhaften Schulter in der Frührehabilitation nach Schlaganfall. Die Orthese besteht aus einem Schulterteil und einer Unterarmmanschette, die mittels Zügel verbunden sind, sodass der Unterarm in Richtung Extension und Supination geführt wird.

Methode: Im Rahmen einer offenen Studie wurden Patienten mit Schlaganfall untersucht. Zusätzlich zur Untersuchung durch einen Therapeuten beurteilten die Patienten die Orthese mittels Fragebogen.

Ergebnisse: Von 13 Patienten legten drei die Orthese rasch wieder ab (zu eng, keinen Effekt, Furcht vor Beugetonus), 10 trugen sie vier Wochen. Der Tragekomfort war gut, die Geruchsbelästigung minimal und sieben Patienten gaben an, dass die Orthese die Therapie günstig beeinflusst hätte, indem sie zum Beispiel während der Gangrehabilitation weniger auf den gesicherten Arm aufpassen mussten. Eine Schmerzreduktion gab die Hälfte der Patienten an. Die Therapeuten berichteten, dass sie ihre funktionelle Therapie bei sieben Patienten intensivieren konnten. Der Gelenkspalt der Schulter verschmälerte sich, die Spastik der initial schlaffen Patienten nahm nur minimal zu und die Beweglichkeit der Schulter blieb erhalten.

Schlussfolgerung: Die Orthese ist ein interessanter Baustein in der Prävention und Therapie der schmerzhaften Schulter. Eine kontrollierte Studie und ganganalytische Untersuchungen sind angezeigt.

Schlüsselwörter: Schulterorthese, schmerzhafte Schulter, Schlaganfall, Pilotstudie

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