Querschnittsstudie zur Arbeitsbelastung mittels des Copenhagen Psychosocial Questionnaire
Susann Gröbel
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Zusammenfassung
Einleitung: Es gibt nur eine geringe Evidenz bezüglich psychosozialer Belastungsfaktoren und deren Folgen in der Berufsgruppe der Physiotherapie.
Methode: Die Überprüfung der subjektiv wahrgenommenen psychosozialen Belastungen in der Berufsgruppe der PhysiotherapeutInnen und deren Verteilung im ambulanten und stationären Setting fand auf der Grundlage einer schriftlichen quantitativen Befragung aller angestellten Mitglieder des Deutschen Verbands für Physiotherapie/Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten (ZVK) in Hessen (n=559) statt. Die Daten wurden im Rahmen einer Querschnittsuntersuchung mit dem standardisierten Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) erhoben.
Ergebnisse: Basierend auf den Ergebnissen werden die quantitativen und emotionalen Anforderungen sowie der Entscheidungsspielraum, die Vorhersehbarkeit und die Führungsqualität als Belastungsfaktoren in der Physiotherapie definiert. Diesbezüglich stellen die sozialen Beziehungen und das Feedback am Arbeitsplatz weitere ungünstige Faktoren dar. In den Belastungsfolgen zeigen sich mäßige Werte in der Copenhagen Burnout Inventory. Die MitarbeiterInnen stationärer Rehabilitationszentren unterliegen den geringsten und die TherapeutInnen ambulanter Rehabilitationszentren den höchsten subjektiv wahrgenommenen psychosozialen Belastungen.
Schlussfolgerung: Potenzial für eine Optimierung physiotherapeutischer Arbeitsbedingungen liegt in einem verbesserten Informationsfluss innerhalb der Institutionen sowie einer erhöhten Rückmeldung über die Qualität der Arbeit von Vorgesetzten und KollegInnen.
Schlüsselwörter: psychosoziale und psychische Belastungen, Beanspruchungsfolgen, Arbeitsbedingungen, Anforderungen, Burnout
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