PRAXIS_ERFAHRUNG

Menschen im Wachkoma

Bewegungsförderung in den Remissionsphasen 2 und 3

Waltraud Starke

Durch ein TBI (traumatic brain injury – Unfall mit Kopfverletzung) oder ABI (anoxic brain injury – Sauerstoffmangel im Gehirn) fallen Menschen ins Koma. Je länger der Bewusstseinsverlust andauert, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung des Gehirns. Es entsteht das Wachkoma.
Bekannt sind uns die verschiedenen Remissionsphasen (R-Phasen), die in der Literatur von Professor Gerstenbrand in »Das apallische Syndrom« (1967) beschrieben worden sind. Dieses »Wachkoma« ist keine bleibende, unbeeinflussbare Schädigung. Durch gezielte Förderung kann die kognitive und motorische Situation verändert werden, wobei diese in direktem Zusammenhang stehen. Die Entwicklung erfolgt über Jahre. Dieser Aspekt ist wichtig für die Langzeitpflege. In Pflegeheimen oder in der Betreuung zu Hause werden Wachkomapatienten häufig unter dem Stigma »austherapiert« weitere Rehabilitationsmaßnahmen vorenthalten. Betroffen sind davon vor allem Patienten der Remissionsphasen 2 und 3.
Das Konzept der Bewegungsförderung wird im Pflegeheim St. Anna Lana (Südtirol, Italien) mit den dort betreuten Wachkomapatienten ausgeführt.


weiter ... (für pt_Abonnenten)



Zurück zum Inhaltsverzeichnis 12/2008

 © Pflaum Verlag www.physiotherapeuten.de