Ein narrativer Review zu Verhaltensmodellen und deren Bedeutung für die Physiotherapie
Thomas Messner
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Zusammenfassung
Im Heilmittelkatalog ist in fast allen Diagnosegruppen unter anderem das Ziel »Erlernen eines Eigenübungsprogrammes« formuliert. Die Berücksichtigung dieser Zielsetzung sowie die in der Praxis begrenzten Therapieeinheiten machen die Bedeutung des Patientenverhaltens und deren Beeinflussung im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung deutlich.
Im vorliegenden narrativen Review werden unterschiedliche Theorien zur Erklärung gesundheitlicher Verhaltensweisen, die sich vor allem im bewegungstherapeutischen Setting bewährt haben, vorgestellt und deren Bedeutung im Bezug auf die Physiotherapie skizziert. Während Stadienmodelle des Gesundheitsverhaltens von der Annahme ausgehen, dass sich Menschen auf dem Weg hin zu einer Verhaltensänderung in verschiedenen qualitativ unterschiedlichen Stadien befinden, spezifizieren kontinuierliche Prädiktionsmodelle bestimmte kognitive und affektive Variablen als prädiktiv für ein Gesundheitsverhalten. Das sozialkognitive Prozessmodell gesundheitlichen Handelns (Health Action Process Approach HAPA) ist ein Hybridmodell und berücksichtigt sowohl motivationale als auch volitionale Komponenten. Das HAPA-Modell bietet für das physiotherapeutische Setting eine Grundlage für die nachhaltige Beeinflussung therapiespezifischen Verhaltens und für die Steigerung der Adherence des Patienten.
Schüsselwörter: Patientenverhalten, Compliance, Adherence, Modelle des Gesundheitsverhaltens, Verhaltensänderung
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