Effekte einer semi-automatisch individuell konstituierten Trainingsintervention in einer klinischen Anwendungsbeobachtung
Jan Schröder, Ilka Färber, Karin Meyer-Hofmann, Hendrik Schaar und Klaus Mattes
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Zusammenfassung
Einleitung: Mehr als 80% aller Rückenschmerzfälle gelten als unspezifisch. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Ergebnisse einer individualisierten Trainingsintervention bei Rückenschmerzpatienten vorzustellen, wobei der evidenzbasierte Zusammenhang zwischen den Ergebnissen biomechanischer Kraft- und Haltungsdiagnostik sowie den Inhalten und Effekten der Bewegungstherapie hervorgehoben werden soll.
Methode: 29 Patienten wurden analysiert (Pre-Post, 18 Trainingseinheiten): Rückenform mit einem Haltungsanalysesystem, Rumpfkraft mit einem Kraftmesssystemd, Schmerzstatus (CR10) und Gesundheitsstatus (SF12).
Ergebnisse: Beobachtet wurden signifikante Kraftsteigerungen der Rückenstrecker, die mit einer signifikanten Wirbelsäulenaufrichtung (Entlordosierung) einhergingen. Kontingenzanalysen zeigten, differenziert nach Beschwerdebild, signifikante Zusammenhänge zwischen Verbesserungen klinischer Scores (Schmerz- und Gesundheitsstatus) und der Entwicklung von Haltungsparametern.
Schlussfolgerung: Die beobachteten Effekte werden als spezifische Adaptionen an die befundbasierte, individuelle Trainingstherapie interpretiert.
Schlüsselwörter: Rückenschmerz, Rumpfmuskelkraftdiagnostik, Haltungsanalyse, Bewegungstherapie
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