PRAXIS_EVIDENZBASIERT

Visuelle und mentale Bewegungstherapien

Neurophysiologische Hintergründe und klinische Anwendung zu Bewegungsvorstellungen, Lateralitätserkennung und Spiegeltherapie

Martina Egan Moog

»Spieglein, Spieglein an der Wand ... «.

Im Spiegel konfrontieren wir uns mit Vorstellungen, die wir von uns selbst haben, und passen unsere Körperwahrnehmung unwillkürlich der jeweiligen visuellen Realität an. Wenn wir anderen bei Aktivitäten zusehen, konstruiert unser Gehirn eine körpereigene Vorstellung von der beobachteten Aktion. Das setzt voraus, dass unser Gehirn Informationen nicht nur passiv betrachtet, sondern jederzeit auch bewusst wie unbewusst eine passende motorische und emotionale Verhaltensantwort dazu plant. Die Fähigkeit, situationsangepasste Handlungsoptionen zu generieren, unterliegt einem Lernprozess, der sich anhand von lebenslang auftretenden neuroplastischen Veränderungen nachweisen lässt.

Für die Reha von chronischen oder lang anhaltenden Schmerzpatienten könnte es vorteilhaft sein, diese intuitiv aktiven neuralen Systeme in der Therapie zusätzlich mit anzusprechen.

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Zurück zum Inhaltsverzeichnis 11/2009

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