WISSENSCHAFT_SYSTEMATISCHER REVIEW

Chronisch myogene kraniomandibuläre Dysfunktion

Ist Physiotherapie effektiv?

Ailyn Bethke, Anja Dautel

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Physiotherapeutische Maßnahmen
bei chronisch myogener kraniomandibulärer Dysfunktion

Ailyn Bethke

Zusammenfassung

Einleitung_ Die kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD) umfasst Störungen der Kaufunktion mit dem Leitsymptom Schmerz. Ziel dieser Arbeit ist die Überprüfung der Effektivität der Physiotherapie zur Behandlung der chronisch myogenen CMD.

Methode_ Eine Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken PEDro, PubMed, Cochrane, CINAHL, EMBASE, Journal@Ovid. RCTs, CCTs und CTs wurden integriert. Die Überprüfung der methodologischen Qualität erfolgte mittels der PEDro-Skala.

Ergebnisse_ Acht Studien wurden identifiziert. Es fanden sich signifikante Verbesserungen der Parameter Schmerz, Range of Motion (RoM) der Mundöffnung und Muskelaktivität. Je eine Studie evaluierte die Massage- und die TENS-Therapie als singuläre Intervention. Sechs Studien evaluierten kombinierte Verfahren, wovon drei die Kombination aktiver und passiver physiotherapeutischer Interventionen inklusive Aufklärung, Entspannungstechniken und Körperwahrnehmung untersuchten. Die anderen zwei Studien evaluierten Verfahren zur Haltungsverbesserung.

Schlussfolgerung_ Physiotherapie scheint effektiv zur Behandlung der chronisch myogenen CMD, obgleich nicht nachgewiesen werden konnte, dass eine bestimmte Form oder Kombination von Interventionen wirkungsvoller ist als andere.

Schlüsselwörter_ Kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD), temporomandibuläre Dysfunktion (TMD), Physiotherapie



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