LEHRE_STUDIUM

Hochschule +++ Gesundheitscampus +++ Internationalität +++ Interdisziplinarität +++ Patientenorientierung

Hochschule für Gesundheit in Bochum

Im Gespräch: Prof. Dr. Christian Grüneberg

Auf einen Blick

Der erste grundständige Studiengang Physiotherapie an einer Hochschule in staatlicher Trägerschaft wird im Herbst nächsten Jahres starten! Die Modellklausel hat es möglich gemacht. Erfahren Sie aus erster Hand, welche Pläne der Studiengangsleiter Prof. Dr. Christian Grüneberg hat. Frank Aschoff sprach mit ihm.


Die Hochschule für Gesundheit ist Teil des Gesundheitscampus in Bochum Nordrhein-Westfalen. Hier werden neben existierenden Gesundheitseinrichtungen Forschungsinstitute angesiedelt und interdisziplinäre Forschungsvorhaben unterstützt.

Mit der bundesweit ersten Hochschule für Gesundheit in staatlicher Trägerschaft sollen neue Entwicklungspotenziale aufgezeigt werden. Die demografische Entwicklung, die veränderte Symptom- und Verlaufsstruktur vieler Erkrankungen fordern neue Versorgungsmodelle – nichtmedizinische Heilberufe müssen sich zu weitgehend eigenständigen, wissenschaftlich fundierten Gesundheitsberufen entwickeln.

Rund 1.300 Studienplätze in den Bereichen Pflege, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie und Hebammenwissenschaft werden an der Hochschule für Gesundheit entstehen. Die sieben Semester umfassenden Studiengänge werden neben dem Bachelor als akademischem Abschluss auch die Berufszulassung nach den jeweiligen Berufsgesetzen umfassen.

Christian Grüneberg ist im September 2009 als Studiengangsleiter des ersten grundständigen Studienganges Physiotherapie an der ersten staatlichen Hochschule für Gesundheit berufen worden.

Herr Prof. Dr. Grüneberg, zuerst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Berufung an die Hochschule in Bochum. Im September 2010 soll es losgehen. Wie haben wir uns den Stand der Dinge im Moment vorzustellen?

Vielen Dank für die Glückwünsche. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung der Modellklausel. Strukturelle und inhaltliche Aspekte bei der Modulentwicklung, der Einbettung von modernen Skills Labs (siehe Glossar) und die praktische Ausbildung stellen uns immer vor neue Herausforderungen. Primäres Ziel ist es, die Schnittstellen zwischen Theorie, Praxis und Praktikum mit intelligenten Konzepten sinnvoll zu verbinden. Der sich wandelnde Versorgungsbedarf erfordert die Entwicklung neuer Versorgungsmodelle, die selbstverständlich auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Der politische Rückenwind aus NRW und den anderen Bundesländern, den Fachschulen, Fachhochschulen, Gewerkschaften und den Verbänden ist deutlich spürbar und erleichtert uns vieles. Aber wir nehmen auch die Kritiker aus diesen Reihen wahr und wollen auch sie mit in die Entwicklungen einbeziehen. Eine »alte Weisheit« sagt: Ein Flugzeug kann nur hoch hinaus und fliegen, wenn Reibung entsteht. Das lässt sich nicht vermeiden, aber ich vertrete die feste Überzeugung, dass dieser Diskurs eigentlich nur gewinnbringend für uns sein kann.

Sie möchten »Internationalität, Interdisziplinarität und Patientenorientierung« nach vorne bringen...

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