Rückenschmerz +++ Schule +++ Belastung +++ Stress +++ Bewältigungsstrategien
Eine Kooperation zwischen der Hochschule Fulda und BKK
Lolita Herzig
Auf einen Blick
Rückenschmerzen treten heutzutage bereits in sehr frühen Jahren auf, weshalb die Hochschule Fulda in Kooperation mit der Schwenninger BKK für zukünftige Berufseinsteiger ein Projekt entwickelte, in dem an vier aufeinanderfolgenden Tagen Achtklässler einer Hauptschule über das Thema Rückengesundheit mit all seinen physischen wie psychischen Facetten aufgeklärt wurden. Erfahren Sie mehr über den Projektverlauf und dessen Evaluation.
Jüngsten Forschungsergebnissen zur Kinder- und Jugendgesundheit zufolge treten bei 40 Prozent der Jugendlichen Rückenschmerzen auf, die häufig bereits als chronisch bezeichnet werden können (Abb. 1) (1, 2, 3). Daneben zeigt sich eine deutliche Zunahme von Haltungsschwächen bei Heranwachsenden. Haltung gilt als komplex und von einer Vielzahl von Einflüssen abhängig, wozu Muskelkraft, Eigenwahrnehmungsfähigkeit und psychische Faktoren zählen (4).
Schlechte Haltung, ungünstige Sitzhöhe, schwere Schulrucksäcke und vor allem psychosoziale Faktoren gelten als ausschlaggebende Determinanten für das Auftreten lumbaler Rückenschmerzen (5, 6, 7). Marras (8) weist nach, dass der Druck auf die Wirbelsäule durch Kokontraktion bei Belastung, Stress und Anspannung um bis zu 27% zunehmen kann, abhängig von den charakteristischen Persönlichkeitsmerkmalen und der individuellen Stressverarbeitungsfähigkeit.
Projektidee
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| Schüler üben richtiges Bückverhalten unter Anleitung von Physiotherapeutinnen Foto: Lolita Herzig |
Die zukünftigen Berufseinsteiger der Hochschule Fulda sollten an vier aufeinanderfolgenden Tagen den Achtklässlern einer Hauptschule sowohl das Thema Rückengesundheit näher bringen, das Erkennen eigener Stärken und Handlungsmöglichkeiten im Umgang untereinander aufzeigen und wie man über sich selbst etwas erfahren kann.
Projekttag 1
Am ersten Tag standen die theoretisch und praktisch vermittelten Funktionen und Belastungen der Wirbelsäule im Vordergrund.
Anschließend wurde das rückengerechte Heben und Tragen verschieden großer und schwerer Gegenstände ausprobiert sowie geübt und jedem Jugendlichen ein Tape zur Verdeutlichung der aufrechten Haltung auf den Rücken geklebt.
Projekttag 2
Am zweiten Tag lag der Fokus verstärkt auf aufrechter Körperhaltung, rückengerechter Sitzhaltung und häuslicher Arbeitsplatzgestaltung. Im Rahmen praktischer Übungen wurden Selbsterfahrung, Alltagsbelastungen und rückengerechtes Bücken vermittelt und ergänzend Dehnungs- und Entspannungsübungen als Selbsthilfe gegen Kopf- und Rückenschmerzen erlernt...
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