Nordic Walking +++ Geistige Behinderung +++ Kursangebot +++ Prävention
Ein spezielles Präventionsangebot
Marion Repschläger-Albert
Auf einen Blick
Als Experte für Bewegung und Bewegungsanalysen können Sie Ihre spezifische Therapiekompetenz in Präventionskurse mit einfließen lassen und somit eine Qualität bieten, über die andere Anbieter oft nicht verfügen. Und: Präventionskurse sind wirtschaftlich interessant. Lesen Sie hier am Beispiel von Menschen mit geistiger Behinderung, wie dies funktionieren kann.
Ziele der primären Prävention sind unter anderem Krankheiten zu verhindern, die Eigenverantwortung dafür zu steigern und damit Nachhaltigkeit zu erzielen, Frühverrentungen zu vermeiden sowie die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität lange zu erhalten.
Diese Zielsetzungen gelten auch und in besonderem Maße für Menschen mit geistiger Behinderung. Ein auf diese Zielgruppe speziell zugeschnittener Präventionskurs ermöglicht den Teilnehmern die Teilhabe an einer interessanten, aktuellen und gesunden Sportart.
Zielgruppen der Präventionskurse allgemein stellen grundsätzlich Menschen ohne oder mit minimalen Beschwerden am Bewegungsapparat dar, die präventiv etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Es gilt zu überlegen, ob nicht auch spezielle Zielgruppen im Sinne von Nischen angesprochen werden können, beispielsweise Menschen mit bestimmten Krankheitsbildern, Kinder, Senioren oder eben Menschen mit geistiger Behinderung.
![]() |
| Abb. 1_Gewöhnung an die Stöcke: Zu Beginn des Kurses sollen die Teilnehmer die Stöcke während des Gehens hinter sich herschleifen lassen |
Prävention gegen Bewegungsdefizite
Auch für diese letztgenannte Zielgruppe gilt »Wer rastet, der rostet«. Im Arbeits- /Werkstatt-Alltag haben Menschen mit geistiger Behinderung in der Regel eine überwiegend sitzende Beschäftigung mit häufig monotonen Bewegungsabläufen der oberen Extremität. Dadurch kommt es im Brüggerschen Sinne zur sternosymphysalen Belastungshaltung (siehe Glossar) mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen, wie reflektorisch hyper- und hypotone Muskeltonusveränderungen, vielfältige Kontrakturen und eventuelle Schmerzzustände.
Das meist selbstbestimmte Freizeitverhalten vieler Mitglieder dieser Zielgruppe ist häufig geprägt durch einen hohen TV- /Video-Konsum, viel Musikhören und dem Genuss von teilweise hochkalorischen Getränken und Nahrungsmitteln, so sieht zumindest unsere Erfahrung aus. Daher zeigen einige der Kursteilnehmer auch Übergewicht bzw. Adipositas. Dies bremst wiederum die Bewegungsfreude und das eher passive Freizeitverhalten wird weiter begünstigt. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen.
weiter ... (für pt_Abonnenten)
| Sie haben noch kein Profitieren Sie von dem umfangreichen Angebot für |
| © Pflaum Verlag | www.physiotherapeuten.de |