WISSENSCHAFT_KOMPETENZEN

Statistikprogramme +++ Fälle gewichten +++ Repräsentative Stichprobe +++ Grundgesamtheit

Statistikprogramme: Bearbeitung von Datendateien

Fälle gewichten

Screenshot: Tanja Bossmann, erstellt mit IBM SPSS Statistics (ehemals PASW Statistics)

[tb] Es ist möglich, einzelne Fälle in der Datendatei unterschiedlich zu gewichten. Dies kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn mehrere identische Fälle in den Daten vorliegen. Dann reicht es aus, eine der übereinstimmenden Beobachtungen einzugeben und für diesen Fall eine dementsprechende Gewichtung, zum Beispiel 3, zu definieren.

Eine andere Anwendungsmöglichkeit für diese Funktion besteht, wenn die Stichprobendaten nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit sind, sondern eine bestimmt Gruppe, beispielsweise der Frauenanteil, über- oder unterrepräsentiert ist. Man kann also versuchen, die Stichprobendaten der Zusammensetzung der Grundgesamtheit wieder anzunähern.
Durch diese Prozedur besteht allerdings auch die Gefahr, Verzerrungen hervorzurufen. Diese Funktion sollte man also nur benutzen, wenn man wirklich gut begründen kann, warum das sinnvoll ist.

Gewichtungsfaktor bestimmen und Variable anlegen

Zunächst muss man in der Datendatei eine neue Variable anlegen, welche die Gewichtung für jeden einzelnen Fall in nummerischer Form beinhaltet. Wie ergibt sich aber der Gewichtungsfaktor?

Stellen wir uns vor, wir hätten in der Stichprobe einen Frauenanteil von 65%. Stellen wir uns weiter vor, wir wüssten aus anderer Quelle, dass die Zielbevölkerung zu 38 % weiblichen Geschlechts ist – das bedeutet, die Frauen sind über- und die Männer unterrepräsentiert. Auf ...

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