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Nonpharmakologische Therapie +++ Onkologie +++ Lebensqualität +++ Ganzheitlicher Ansatz

Bewegungstherapie mit onkologischen Patienten

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Auf einen Blick

In der Forschungsarbeit ab Seite 6 untersuchte Mario Stibale die Effektivität der Bewegungstherapie bei onkologischen Patienten. Er zeigt auf, dass aktivitätsfördernde Gruppenübungsprogramme bisher am besten bei Brustkrebspatientinnen untersucht sind. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Richtlinien für das Training mit Krebspatienten gelten.


Bewegungstherapie effektiv

Zahlreiche positive Wirkungen
Bewegung ist eine Erfolg versprechende nonpharmakologische Therapie, die sicher und leicht durchführbar ist. Von Ärzten besonders empfohlene Sportarten für Senioren und Kranke sind Schwimmen, Aquajogging, Radfahren, Gymnastik, Wandern und Skiwandern. Diese Sportarten weisen zahlreiche erwünschte Wirkungen auf, wie die »Aufrechterhaltung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gehirns, positive Effekte auf das Immunsystem, den Sauerstofftransport, den Stoffwechsel und die Wirbelsäule sowie Grundmechanismen, wie zum Beispiel Anpassung an Belastungen und Wiederherstellung nach Belastung (Regeneration)« (1).
Neuere Untersuchungen bestätigen einen positiven Effekt körperlicher Aktivität bei der Behandlung von Krebspatienten (2), weshalb sich körperlich geschwächte, kranke Menschen regelmäßig körperlich betätigen sollten. Dazu zählt nicht nur Sport, sondern auch die Aktivitäten des täglichen Lebens wie Treppensteigen, den Hund ausführen oder Besorgungen zu Fuß machen (3).

Einfluss auf Nebenwirkungen
Einfache Bewegungsprogramme verhindern oder minimieren körperliche Inaktivität. Auch eventuell auftretende Nebenwirkungen der Krebstherapie wie Übelkeit, Erbrechen, Fatigue, Muskelschmerzen und Antriebslosigkeit können gelindert werden (4). Die durch die Chemotherapie bei fast allen Patienten verringerte Thrombozytenanzahl normalisiert sich mit regelmäßigem Training. Zudem kann die aerobe Kapazität und Leistungsbereitschaft der Patienten verbessert werden (5).
Mit einem geringen materiellen und personellen Mehraufwand lassen sich Trainingsprogramme bei Krebspatienten als gesundheitsorientierte und sichere Therapie einsetzen. Die durch die Bewegung erzielte Linderung der Nebenwirkungen steigert die Lebensqualität der Patienten. Zusätzlich werden Kosten durch einen geringeren Medikamentenbedarf gespart (4).

Richtlinien für das Training

Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Grundlegend gibt es keine verbindlichen Richtlinien für die Inhalte von Übungsprogrammen bei Krebspatienten oder Voraussetzungen für die Übungsleiter (6).
Bei der Planung und Umsetzung bedarf es der interdisziplinären Zusammenarbeit, um unnötige Risiken für die Patienten zu vermeiden (7). Die Anleitung, Überwachung und individuelle Anpassung des Trainings erfolgt am besten von onkologischen Fachpflegekräften, Sport- oder Physiotherapeuten mit Weiterbildungen auf dem Gebiet der Onkologie. Ein professionell geschulter Therapeut kann auf Probleme reagieren und versuchen, diese gemeinsam mit dem Patienten zu lösen (8). ...


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