LEHRE_DIDAKTIK & METHODIK

Kommunikation +++ Skill-Lab +++ Gesprächstechniken +++ Empathie +++ Untersuchungsmethoden

Schauspieler als Patienten

Erwerb kommunikativer Kompetenzen in der Physiotherapie

Antonia Stieger, Prof. Dr. Matthias Elzer

Auf einen Blick

Kommunikation ist der Kitt, der private und berufliche Beziehungen, Systeme, Gesellschaften und Kulturen - kurz: nahezu alles - zusammenhält. Das gilt besonders für therapeutische Beziehungen. Die Autoren schildern Ihnen die Erfahrungen, die in der Lehre kommunikativer Fähigkeiten im Bachelorstudiengang Physiotherapie der Hochschule Fulda und Philipps-Universität Marburg gesammelt wurden.


Professionelle Kommunikation

Partnerschaftlicher Gesprächsstil
Patienten wollen adäquat informiert und beraten werden, verstehen und nachfragen dürfen, als Menschen akzeptiert werden und an Entscheidungen teilhaben. Gelingt dies nicht, kommt es zu Störungen. Ein partnerschaftlicher, den Patienten in Entscheidungen einbeziehender Gesprächsstil kann nicht nur die Patientenzufriedenheit verbessern, sondern sich auch auf den weiteren Krankheitsverlauf positiv auswirken (1).
Die Frage ist nur: Wie kann eine professionelle Kommunikation erworben und die dann vorhandenen Fähigkeiten weiterentwickelt werden? Wird die Kommunikationsfähigkeit in der Ausbildung, im Studium oder in der Weiterbildung ausreichend vermittelt und überprüft? Im Modul »Kommunikationswissenschaften« des Bachelorstudienganges in Fulda/Marburg werden theoretische Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung sowie Übungen mit anschließender Reflexion in praxisnahen Situationen gelehrt und geübt.

Theoretische Grundlagen kommunikativer Kompetenzen
Kommunikatives Handeln bedarf theoretischer Konzepte. Ohne sie ist Handeln plan- und ziellos, sie gelingt oft nicht. Hirnforscher Gerhard Roth meint sogar: »Missverstehen ist die Regel, Verstehen die Ausnahme.« (2). Für die therapeutische Kommunikation mit Patienten ist es notwendig, relevante Aspekte verschiedener Konzepte zur psychotherapeutischen Beratung zu kennen und zu nutzen (3): ...


Foto: Matthias Elzer


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