Supinations-Inversions-Trauma +++ Anatomiekenntnisse +++ Faszienarbeit +++ Osteopathie
Eine Optimierung durch osteopathisch-fasziale Techniken
Christian Scholler
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Auf einen Blick
Am Beispiel des Supinations-Inversions-Trauma, das häufig bei Ballsportarten wie Fußball und in der Leichtathletik auftritt, zeigt Ihnen der Autor in seinem Artikel auf, wie eine typische Sportverletzung osteopathisch behandelt werden kann. Gleichzeitig erläutern wir Ihnen, wie Sie mithilfe der Osteopathie bei Sportlern derartigen Verletzungen vorbeugen können.
Die Ursache für das Supinations-Inversions-Trauma liegt neben den direkten gegnerischen Einwirkungen im Sport auf das Sprunggelenk oft auch im »Umknicken«. Es ist durch eine Instabilität des Muskel-Bandapparates des Fußes bedingt, die nach unzureichend oder nicht behandelten Vorverletzungen häufig auftritt.
Durch das Trauma entsteht ein faszialer Zug, der die dazwischen liegenden Nerv-Gefäß-Bündel irritiert und teilweise so stark einengt, dass eine optimale Versorgung aller Strukturen nicht mehr gewährleistet ist. Eine spezifische Faszienbehandlung verbessert die neurovaskuläre Ver- und Entsorgung der betroffenen Strukturen, insbesondere der Muskulatur.
Die Muskeln bestehen nicht nur aus Muskelbauch und Sehnen, sondern sind in ihrem Aufbau immer wieder durch Faszien unterbrochen. Dieses System baut sich wie eine Zwiebel auf. Dazwischen liegen Nerven-, Gefäß- und Lymphbahnen eingebettet, die entscheidend zur muskulären Effektivität beitragen. Diese Faszien lassen sogenannte Muskelketten entstehen, die eigentlich Faszienketten sind.
Anatomie
An der unteren Extremität gehen kaudokranial die Unterschenkelfaszien physiologisch in die Oberschenkelfaszien über, die ihrerseits übers Becken in den Rumpf führen. Kommt es also zu einem Supinations-Inversions-Trauma, wird durch Kaudalisierung der Fibula über den lateralen-fibulären Zug die Läsion direkt im Verlauf Tractus iliotibialis weitergeleitet, der bei sehr intensivem Trauma oder Kompensation ein Ilium Outflare posterior verursacht.
Wenn die normale physiotherapeutische Behandlung vom Fuß beginnend am Unterschenkel endet, bleiben weiterlaufende Fehlspannungen bestehen, die dann meistens zu Rezidiven der Läsion oder zu Sekundärproblemen, beispielsweise zu ISG-Blockaden, führen; ...
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