WISSENSCHAFT_HAUTNAH

GesinE +++ Ausbildung +++ Gesundheitsfachberufe +++ Vergleich der Ausbildungsgänge

GesinE – eine Bestandsaufnahme

Im Gespräch: Prof. Dr. phil. habil. Margarete Landenberger und Prof. Dr. phil. habil. Johann Behrens

Auf einen Blick

DIE DERZEIT 16 GESUNDHEITSFACHBERUFE

Gemäß der in Deutschland anerkannten Ausbildungsgänge

  • Altenpfleger/in
  • Diätassistent/in
  • Ergotherapeut/in
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
  • Hebamme / Entbindungspfleger
  • Logopäde/in
  • Medizinisch-technische/r Funktionsassistent/in
  • Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in
  • Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in
  • Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in
  • Orthoptist/in
  • Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in
  • Physiotherapeut/in
  • Podologe/in
  • Rettungsassistent/in

Die veterinärmedizinische/r Assistent/-in ist aus der Betrachtung ausgenommen, aber zählt ebenfalls zu den anerkannten Gesundheitsfachberufen.

Im Dezember 2009 startete die Studie zur »Bestandsaufnahme der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen im europäischen Vergleich (GesinE)«, die zu einer grundlegenden Analyse und zu einem systematischen Vergleich der Ausbildungen im Gesundheitswesen beitragen wird. TanjaBossmann informierte sich für Sie über den Ländervergleich zwischen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Österreich bei den beiden leitenden Professoren.


Wieso ist diese Untersuchung so wichtig?
Die aktuellen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen, die stetige Veränderungen im Gesundheitssystem bedingen und die Angehörigen der Gesundheitsfachberufe vor immer neue Herausforderungen in Bezug auf ihre Qualifikationen und Kompetenzen stellen, können als Impulse für das Forschungsprojekt gesehen werden, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben wurde. Eine Weiterentwicklung der derzeitigen Qualifizierungswege auf der Basis gesicherter Forschungsergebnisse erscheint unerlässlich. Im Fokus der aktuellen Diskussionen stehen dabei insbesondere Fragen zu den Vor- und Nachteilen einer Akademisierung sowie zum Grad der Differenzierung der Gesundheitsfachberufe. Anders als in den meisten europäischen Nachbarländern üblich werden in Deutschland die Abschlüsse der anerkannten 16 Gesundheitsfachberufe (siehe Kasten) bisher überwiegend im sekundären Bildungsbereich erworben. Da allein die Verortung dieser Berufe im Hochschulsektor nicht auf erhöhte Fähigkeiten und Kompetenzen der Absolventen schließen lässt, ist eine systematisch angelegte europäisch-vergleichende Forschung erforderlich, die diesen Zusammenhang zwischen Akademisierung und Kompetenzen sowie die Verwertbarkeit erworbener Qualifikationen erkennbar macht. Bisher fehlen aber derartige Forschungsergebnisse im Feld der Qualifikations- und Kompetenzentwicklung der Gesundheitsfachberufe weitgehend. Daher soll die vom Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft (IGPW) der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführte Studie mit ihren Ergebnissen einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Weiterentwicklung und Neuordnung der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen sowie zur ...


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