Adipositas +++ Kinder +++ Jugendliche +++ Aktivitätsförderung +++ Handlungsebenen
Aktivitäts- und Bewegungsförderung bei übergewichtigen Kindern
Sabine Welsch
![]() |
| Die Einbindung der Familie ist ein entscheidender Faktor für erfolgreiche Adipositasprävention Foto: kzenon©fotolia.de |
Auf einen Blick
Übergewicht ist oftmals schon im Kindesalter ein Thema die Ergebnisse der KiGGS-Studie zeigen, dass aktuell 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig sind. Das hat auch gesundheitsökonomische Konsequenzen. Spezielle Programme zur Aktivitätsförderung können dem vorbeugen. Lesen Sie in diesem Beitrag, warum Prävention so wichtig ist und welche Handlungsebenen von Bedeutung sind.
Der Trend zu Übergewicht und Adipositas im Kindesalter scheint unaufhaltsam. Immer jüngere Kinder kennen Jo-Jo-Effekte aus selbst erlebten Diäterfahrungen. Doch liegt das Problem allzu oft in einem überwiegend inaktiv gestalteten Alltag. Viele physiotherapeutische Praxen bieten inzwischen Bewegungsförderungskurse für übergewichtige Erwachsene an. Auch bei übergewichtigen Kindern eröffnen sich Möglichkeiten, das eigene Leistungsspektrum im Präventionsbereich abzurunden.
Warum Programme zur Aktivitätsförderung übergewichtiger Kinder?
Die Prävalenz und damit verbundene Problematik von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland steigt seit einigen Jahren stetig an. Gemäß den Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert Koch-Institutes sind aktuell 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen übergewichtig (1). Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sich der Trend zu Übergewicht in jungen Lebensphasen in den vergangenen 20 Jahren besonders prägnant in den westlichen Industrieländern und hier vor allem in sozial schwächeren Gruppen durchgesetzt hat (2).
Der Gewichtsanstieg zeichnet sich bereits früh mit Beginn des Kindergartenalters ab (3). Da inzwischen als gesichert gilt, dass das Übergewichtsrisiko im Erwachsenenalter deutlich erhöht ist, wenn es bereits in der Adoleszenz vorliegt (4), zieht dies weitreichende individuelle als auch gesundheitsökonomische Konsequenzen nach sich (5).
Adipositas-assoziierte Komplikationen erfassen körperliche wie psychische Bereiche. Typische Zivilisationskrankheiten treten gehäuft in den ersten beiden Lebensdekaden auf (6-8); diverse Motorik-Screenings dokumentieren ein ...
weiter ... (für pt_Abonnenten)
| Sie haben noch kein Profitieren Sie von dem umfangreichen Angebot für |
| © Pflaum Verlag | www.physiotherapeuten.de |