Graduiertenkolleg +++ Multimorbidität im Alter +++ Charité Berlin +++ Interdisziplinarität
Promovieren in einem Graduiertenkolleg
Heidi Höppner
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Auf einen Blick
Das interdisziplinäre Graduiertenkolleg »Multimorbidität im Alter« ging 2008 bereits in die zweite Runde. Heidi Höppner, Professorin für Physiotherapie an der FH Kiel, war im Februar dieses Jahres Referentin bei einer Tagung des Kolleges in Berlin und informiert Sie in diesem Beitrag über das Kolleg und dessen Bedeutung für die Nachwuchsförderung.
Zweite Förderrunde
Durch das von der Robert Bosch Stiftung finanzierte interdisziplinäre Graduiertenkolleg »Multimorbidität im Alter« an der Berliner Charité wird wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert und dieses bereits konzentriert in einer zweiten Förderrunde. Ging es in der ersten (2003-2008) um ausgewählte Pflegeprobleme im Spektrum von Alter und Multimorbidität, wurde die Perspektive in der Mitte 2008 gestarteten zweiten Runde auf therapeutische Fragestellungen ausgedehnt. Zwei Physiotherapeutinnen und ein -therapeut sowie ein Ergotherapeut erhalten dadurch die Möglichkeit, sich mit einer Promotion zu qualifizieren und einen Beitrag zur Schließung der großen Wissenslücken in klinischer Forschung und Versorgungsforschung zu leisten.
Stipendium
Die Kandidaten erhalten drei Jahre lang ein Stipendium. Während beispielsweise Sonja Kalinowski von der Marseille Kliniken AG gefördert wird, erhalten Tobias Kraft und Dirk Peschke ihr Stipendium von der Robert Bosch Stiftung. 1.100 Euro pro Monat - das sichert schon mal einen frei(er)en Kopf für die eigene Dissertation. Dazu kommen einmal jährlich ca. 500 Euro Reisekosten. Im Vergleich zu anderen PromovendInnen, die diese Herausforderung nicht selten neben ihrem Beruf annehmen, sind dies ideale Bedingungen.
Dennoch, eine Promotion in drei Jahren zu absolvieren, ist ein anspruchsvolles Unterfangen. Den 15 KollegiatInnen wird Vieles geboten es wird aber auch Einiges erwartet. Die eigene Sichtweise wird um ganz neue Perspektiven ergänzt. Neben Physio- und Ergotherapeuten nehmen auch Psychologen, Pflegewissenschaftler, ein Arzt und ein Soziologe daran teil.
Interdisziplinarität ist Programm
»Ziel des Graduiertenkollegs ist es, über die interdisziplinäre Qualifizierung junger Forscherinnen und Forscher einen Beitrag zur zeitgemäßen und professionellen Bewältigung der Anforderungen zu leisten, die aus Problemen der Multimorbidität im Alter entstehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Graduiertenkollegs sollen durch das Studienprogramm systematische und fundierte Unterstützung für die Erarbeitung ihrer Dissertatio ...
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