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Berg Balance Skala +++ Responsivität +++ Kleinste erkennbare Veränderung +++ Parkinson

Wie klein ist groß genug?

Warum Untersuchungen zur kleinsten erkennbaren Veränderung wichtig sind

Tanja Bossmann

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Auf einen Blick

Michael Mey und seine Kollegen suchten nach Hinweisen für die Wirkung einer Spielkonsole auf das Gleichgewicht von Patienten mit Morbus Parkinson. Um mögliche Effekte zu messen, nutzten sie verschiedene Assessments, unter anderem die Berg Balance Skala (BBS). In ihrer Argumentation für die Wahl des Messinstrumentes geben Mey und sein Team die kleinste erkennbare Veränderung für die BBS in dieser Patientengruppe an: smallest detectable difference – SDD. Lesen Sie hier, was das bedeutet.


Gütekriterium Responsivität

Messungen müssen auch »empfindlich« sein

Die Gütekriterien Validität (Gültigkeit) und Reliabilität (Zuverlässigkeit) sind in aller Munde und auch in der Literatur begegnen uns diese Anforderungen an Messinstrumente ständig.
Bisher noch weniger bekannt - zumindest scheint es so - ist ein weiteres Qualitätskriterium: die Responsivität oder zu Deutsch Empfindlichkeit. Die Responsivität steht für die Fähigkeit eines Tests oder Assessments bei Durchführung zu zwei Messzeitpunkten relevante Veränderungen messen zu können, was ein ganz entscheidender Punkt bei Verlaufsbeobachtungen ist (1-3).
Gut, wir brauchen also Instrumente, die Veränderungen sichtbar machen können. »Ist doch logisch«, werden Sie vielleicht denken. Und das ist es auch, aber praktisch gesehen gibt es hier viele Facetten, denn Responsivität ist nicht gleich Responsivität.

Wann sind Tests »empfindlich« genug?

Leider ist es nicht so, dass Responsivität bei allen Gelegenheiten gleiche Voraussetzungen fordert. Ein Gerät kann für die eine Fragestellung empfindlich genug sein, für eine andere aber überhaupt nicht. Domhold (2) erklärt dies an einem sehr anschaulichen Beispiel: Stellen Sie sich zwei Personen vor, deren Ziel eine Gewichtsveränderung ist. Die eine ist ein 125 kg schwerer Mann, der gerne abnehmen möchte. Die andere ein Frühchen mit 2.500 g, das natürlich Gewicht zulegen muss. Stellen Sie sich weiter eine normale Personenwaage vor. Für den abnehmwilligen Mann wäre so eine Waage sicher »empfindlich« genug, aber für das Frühchen bräuchte man schon ein Gerät, das auch kleinere Veränderungen sichtbar machen kann. ...

    Die Responsivität ist ein Maß für die Empfindlichkeit eines Messverfahrens;
    die wichtige Frage ist, ob Instrumente auch kleine Veränderungen erfassen können
    Foto: julien tromeur©fotolia.de


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