Ausbildungsrichtlinie NRW +++ Modellschulen +++ PT-Befragung +++ Zusatzkompetenzen +++ Handlungsfelder
Ergebnisse einer Befragung zu zusätzlichen Kompetenzen
Annette Becker
Auf einen Blick
Vor dem Hintergrund der Veränderungen in der physiotherapeutischen Bildungslandschaft in NRW stellt sich seit Langem die Frage nach erweiterten Kenntnissen und Kompetenzen von Physiotherapeuten. Neue Themen wurden in die Ausbildung integriert aber ist das überhaupt notwendig? Eine Umfrage sollte erste Antworten auf diese Frage geben. In diesem Beitrag stellt Ihnen die Autorin die wichtigsten Erkenntnisse vor.
Modellschulen in NRW
Durch die Entwicklung und Einführung der »Empfehlenden Ausbildungsrichtlinie für staatlich anerkannte Physiotherapieschulen in NRW« (EAR) fanden 2006 neue Themen Eingang in die Ausbildungsinhalte der umsetzenden Modellschulen. Aber benötigen Physiotherapeuten dieses neue Wissen überhaupt? Was sagen die Physiotherapeuten selbst, die Arbeitgeber und ihre Kommunikationspartner im interdisziplinären Team dazu? Und wie wird dies vor dem Hintergrund und der Perspektive des sich wandelnden physiotherapeutischen Handlungsfeldes im Gesundheitswesen gesehen?
Das zu hinterfragen entschloss sich der Vorstand des QualitätsNetzPhysiotherapie Paderborn e.V. (QNP) und die Autorin, die zu dieser Zeit als Schulleiterin der Lehranstalt für Physiotherapie in Bad Driburg arbeitete und Mitautorin der EAR von NRW ist. Zu diesem Zeitpunkt wurde die EAR im Rahmen der Modellschulphase bereits seit zwei Jahren an der Physiotherapieschule in Bad Driburg umgesetzt.
Befragung
Es beantworteten insgesamt 146 Personen einen Fragebogen im Kreis Paderborn und Höxter im Zeitraum von August 2008 bis Februar 2009. Der Titel lautete: »Welche zusätzlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten benötigen PhysiotherapeutInnen im heutigen Gesundheitssystem?« Angesprochen wurden primär Personengruppen, die in unmittelbarem Kontakt zur schulischen Physiotherapieausbildung in Bad Driburg oder mit dem QNP e.V. Paderborn standen.
Erster Abschnitt
Drei unterschiedliche Fragebogen wurden entwickelt - mit identischem Kern, aber zielgruppenspezifischen Zusatzfragen -, die sich speziell an Physiotherapeuten richteten, an deren potenzielle Arbeitgeber und an Kommunikationspartner im therapeutischen Team. Im ersten Abschnitt wurden von allen Personengruppen Beruf, aktueller Arbeitsbereich und Geschlecht erhoben.
Zweiter Abschnitt
Im zweiten Abschnitt folgten die konkreten physiotherapiespezifischen Angaben, wobei sich die ersten drei Fragen je nach Zielgruppe unterschieden. Sie zielten darauf ab festzustellen, wie intensiv der Kontakt zum physiotherapeutischen Handeln gelebt wird, wie viel Kenntnisse über die Inhalte, die Therapie und die Kompetenzen von Physiotherapeuten bei allen Zielgruppen vorliegen und wie sich die Teamstärke und Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten darstellt.
weiter ... (für pt_Abonnenten)
| Sie haben noch kein Profitieren Sie von dem umfangreichen Angebot für |
| © Pflaum Verlag | www.physiotherapeuten.de |