Graduiertenkolleg +++ Charité Berlin +++ Schlaganfallbetroffene +++ Wohnraumanpassung
Im Gespräch: Dirk Peschke und Tobias Kraft
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Auf einen Blick
In den letzten zwei Ausgaben wurde das Graduiertenkolleg Multimorbidität im Alter an der Charité Berlin vorgestellt sowie die einzige Frau in der Physiotherapie, die dort promoviert: Sonja Kalinowski. Weitere Kollegen und Therapeuten sind im Kolleg mit von der Partie. Professorin Heidi Höppner sprach auch mit dem Physiotherapeuten Dirk Peschke und dem Ergotherapeuten Tobias Kraft.
Wie kamen Sie zum wissenschaftlichen Arbeiten?
Peschke:
Mein Wunsch war immer, mich beruflich innerhalb der Profession weiter zu entwickeln und mir gleichzeitig Alternativen zur Patientenbetreuung zu erschließen. Dies führte mich zu einem aufbauenden Bachelorstudium und anschließend gleich zum Masterstudium. Hier konnte ich den Schwerpunkt »Klinische Forschung« vertiefen und entdeckte eine neue Leidenschaft: die empirische Sozialforschung. Eine studentische Forschungsarbeit am Robert-Bosch-Krankenhaus brachte mich auf das Graduiertenkolleg »Multimorbidität im Alter«.
Kraft:
Die aktive Fort- und Weiterbildung wird an meinem praktischen Arbeitsplatz sehr groß geschrieben. Meine Themen sind dabei Hilfsmittelversorgung, Wohnraumanpassung, Transfer-Training und Lagerung schwerbetroffener Patienten, Spiegeltherapie und Assistenz im Affolter-Modell. Meine für mich wichtige Vielseitigkeit ist sicher der Tatsache des breiten geriatrischen Arbeitsfeldes und seiner Interdisziplinarität geschuldet. Ich merkte schnell, dass ich mich im geriatrischen Bereich wohl fühlte, und wollte meine Fähigkeiten noch erweitern. Nach dem Diplomstudium sammelte ich als studienverantwortlicher Therapeut erste Erfahrungen in der Forschungsgruppe Geriatrie der Charité. Damals ging es um sensorgestützte Schlaganfallrehabilitation, d.h. zuhause einsetzbare technische Hilfsmittel für die Behandlung der Hemiparese. Durch diese Arbeit wurde mir klar, dass es im Bereich der empirischen Forschung noch viel zu entdecken gibt und der Handlungsbedarf in Zukunft noch weiter wächst. Die Bewerbung ins Graduiertenkolleg war dann ein nächster logischer Schritt, da KollegInnen aus dem Bereich der Pflegewissenschaften und Logopädie aus der ersten Förderphase mir diesen Weg aufzeigten.
Mit welchem Thema beschäftigen Sie sich jetzt in Ihren Dissertationen?
Peschke:
»Ältere Schlaganfallbetroffene und ihre Inanspruchnahme physiotherapeutischer Versorgung in der post-stationären Phase«.
Kraft:
»Fördernde und hemmende Faktoren zur Inanspruchnahme von Wohnraumanpassung«. ...
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