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CRPS-I +++ Funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) +++ Motorischer Kortex +++ Dysfunktion

Blicke in die Gehirne von CRPS-I-Patienten

Moderne bildgebende Verfahren bieten interessante Erkenntnisse

Tanja Bossmann

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Auf einen Blick

Gibt es Anpassungen auf zentralnervöser Ebene bei Patienten mit CRPS-I? Die Autoren des narrativen Reviews ab Seite 6 zeigen auf, dass bereits verschiedene Studien kortikale Veränderungen bei Patienten mit CRPS-I gefunden haben. Denn moderne bildgebende Verfahren ermöglichen es Forschern, dem arbeitenden Gehirn bei der Arbeit zuzusehen. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) und lernen eine fMRT-Studie mit CRPS-I-Patienten kennen.


Funktionelle Magnetresonanztomografie

Warum fMRT?

Wie Michel Thill und Rainer Zumhasch darstellen, lassen sich bei CRPS-I-Patienten verschiedene zentralnervöse Veränderungen finden, sowohl im Bereich der somatosensorischen Karte als auch im motorischen Kortex (siehe Glossar) (1). Aber woher wissen Forscher so etwas? Hier kann die seit den 90er Jahren bekannte funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) wichtige Dienste leisten, denn mit ihr können wir indirekt ins Gehirn blicken und messen, wann welche Regionen aktiv sind (2).

Das Gehirn in Aktion

Wenn wir uns bewegen oder etwas sehen, sind jeweils verschiedene Gehirnareale aktiv und verbrauchen Energie. Dies nutzt die fMRT, denn das Verfahren macht den unterschiedlichen Sauerstoffgehalt der roten Blutkörperchen sichtbar. Ein hoher Sauerstoffgehalt ist dabei ein indirektes Zeichen für eine Aktivierung von Neuronen, wobei die Intensität durch Farben dargestellt wird – Gelb bedeutet starke und Rot schwache Aktivierung.

Damit die Forscher die Nervenzellaktivität dann auch zuordnen können, wird zusätzlich ein anatomisches Bild eingeblendet. Die fMRT kann also kortikale Reaktionen auf externe Reize bildlich darstellen (2, 3). Betrachten wir eine solche Studie mit CRPS-I-Patienten einmal genauer.

Veränderungen im motorischen Kortex bei CRPS-I

Studienaufbau

2007 veröffentlichten deutsche Wissenschaftler eine spannende Studie in der Zeitschrift Brain (4) – das fMRT-Experiment wird im Folgenden dargestellta. In diesem Teil der Studie sollte untersucht werden, ob sich die kortikalen Aktivierungsmuster bei CRPS-I-Patienten von denen gesunder Probanden unterscheiden.

12 Patienten mit diagnostiziertem CRPS-I an der rechten Hand wurden für die Untersuchung eingeschlossen, 12 gesunde Personen dienten als Kontrollgruppe. Um Verzerrungen zu vermeiden, mussten alle Studienteilnehmer- ...


Abb. 1: fMRT-Studien tragen dazu bei,
zentrale Veränderungen bei Erkrankungen
wie CRPS-I besser zu verstehen und
effektive Therapien zu finden
Foto: James Steidl©fotolia.de

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