LEHRE_WISSEN

Morbus Parkinson +++ Bradykinese +++ Akinese +++ Rigor +++ Tremor +++ Bodenreliefplatten

Morbus Parkinson

Ein Projekt im Masterstudiengang »Management und Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen«

C. Blümke, S. Frobel, J. Galert, S. Jurgons, D. Lindner-Matthes, A. Malo, F. Oppermann, D. Rosin, S. Schürkens

Gehtraining eines Parkinsonpatienten mit seiner Physiotherapeutin auf den Bodenreliefplatten
Foto: Jens Freitag

Auf einen Blick

Im folgenden Beitrag weist der Autor Kuno Hottenrott, Professor der Sportwissenschaft, auf die momentane Studienlage der Bewegungstherapie bei Morbus Parkinson hin. Aufgrund der Hypothese, dass sich die Ergebnisse durch ein Üben auf Bodenreliefplatten deutlich verbessern, möchte Kuno Hottenrott eine kontrollierte Interventionsstudie durchführen. Lesen Sie hier mehr darüber.


Charakteristika der Erkrankung

Die parkinsonsche Erkrankung zählt zu den neurodegenerativen Krankheiten, die mit einer Abnahme der dopaminergen Zellen in der Pars compacta der Substantia nigra einhergeht. Hauptmerkmale der Erkrankung sind motorische Störungen wie Rigor, Tremor, Akinese, aber auch Hypokinese, Bradykinese und eine Störung der posturalen Reflexe.

Bei einer Störung der posturalen Reflexe besteht erhöhte Sturzgefahr. Die Ausprägungsformen des Parkinsonsyndroms sind mannigfaltig.

Wissenschaftliche Studien zur Sporttherapie

Unter Sporttherapie versteht man eine bewegungstherapeutische Maßnahme, bei der mit speziellen Trainingsmitteln und Übungsprogrammen versucht wird, gestörte physische und psychische (mentale) Funktionen zu verbessern bzw. zu kompensieren.

Stadieneinteilung nach Hoehn & Yahr

Nach der Symptomatik differenzieren Hoehn & Yahr sieben Stadien der parkinsonschen Erkrankung, wobei ab Stadium IV und V eine Sporttherapie aufgrund erheblicher Motorikstörungen nicht mehr möglich ist.

Fakt ist, dass durch Sport die gestörten Reflexe nicht wiederhergestellt werden können. Die Patienten können aber Kompensationsmechanismen erlernen. Erschwerend für eine Sporttherapie kommt hinzu, dass Apathie und kognitive Beeinträchtigungen bei vielen Parkinsonpatienten die sportliche Leistungsfähigkeit herabsetzen und begleitende degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates gehäuft auftreten (1).

Der Aspekt von Sport und Bewegung

Trotz dieser Einschränkungen konnte in mehreren Studien gezeigt werden, dass sportliche Aktivität die Hirndurchblu- ...

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