Trapeziusmassage +++ Psychoregulative (kalifornische) Ganzmassage +++ Atmungsaktive Massage
Anwendung in der Praxis
Sabine Baumgart
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Auf einen Blick
Psychoregulative Massagen mit und ohne Atemtherapie dienen der Behandlung von Patienten, die unter Stress, Burnout, Depression oder Angst leiden. Die psychischen Störungen können als primäre oder sekundäre Diagnose auftreten. Die Prävalenz steigt stetig und mündet oft in der Einleitung eines Rentenverfahrens, weshalb eine Therapie, die erfolgreich zur Wiedereingliederung der Erkrankten führt, neben der medizinischen ebenso eine hohe ökonomische und gesundheitspolitische Bedeutung hat. In diesem Beitrag stellt Ihnen die Autorin den Einsatz der verschiedenen Therapieformen vor.
Das Organ, mit dem der Mensch fühlt und das in direkter Wechselwirkung mit unseren Gefühlen steht, ist die Haut. Über dieses größte Sinnesorgan kann schnell und direkt Kontakt mit dem limbischen System aufgenommen werden. Hier werden nicht nur wichtige vegetative und hormonelle Prozesse gesteuert, sondern dies ist auch der Ort, an dem krankhafte Emotionsstaus entstehen (Abb. 1). Die einzelnen Behandlungsmöglichkeiten dieses Therapiekonzeptes werden unterteilt in reine Massageformen, Atemtherapie und atmungsaktive Massage.
Trapeziusmassage und psychoregulative (kalifornische) Ganzmassage
Diese beiden Massageformen sind charakterisiert durch streichende, rhythmische Berührungsreize, wodurch es unter anderem zur Ausschüttung des Antistresshormons Oxytocin (siehe Glossar) kommt. Ihre therapeutischen Wirkungen sind: psychische Entspannung, Besserung der depressiven Zustände, Intensivierung kognitiver Fähigkeiten, Reduzierung von Angstgefühlen, Stabilisierung des Immunsystems, Verminderung der Sympathikusaktivität und der Ausschüttung von Kortisol (1-3).
Atmungsaktive Massage nach Bruno Blum und Atemtherapie
Die Atemtherapie und auch die atmungsaktive Massage nach Bruno Blum sind eine spezifische Kombination von Massage und Atemführung. Ihr Ziel ist es, die Atempause zu verlängern, um so eine respiratorische Alkalose (siehe Glossar) entstehen zu lassen, was eine bessere Energiebereitstellung im ...
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