LEHRE_WISSEN

Kompressionsbehandlung +++ Lymphknoten +++ Entstauungstherapie +++ Lymphödem

Manuelle Lymphdrainage

Hintergrund und Einsatzmöglichkeiten

Miriam Funk, Christian Fiala

Abb. 1: Lymphknoten
Foto: arsdigital.de©fotolia.de

Auf einen Blick

Besonders bei Berufsanfängern ist die Manuelle Lymphdrainange (ML) beliebt, da man schon nach kurzer Zeit ein Zertifikat erhält, mit dem zusätzlich eine Position bei den Krankenkassen abgerechnet werden kann. Außerdem lässt sich der vierwöchige Kurs direkt nach der Ausbildung relativ gut einplanen. Obwohl die Ausbildungskosten in keinem Verhältnis zum Betrag stehen, den die Krankenkassen für eine Anwendung erstatten, bietet sich hier den Therapeuten eine Möglichkeit, bessere Bewerbungschancen zu erlangen. Der folgende Beitrag bringt Ihnen kurz die Geschichte, die Wirkungsweise und die Ausbildung nochmals näher.


Entwicklungsgeschichte

Die ML wurde vom Dänen Emil Vodder Anfang der 30iger Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelt. In Deutschland wurde 1958 der erste Kurs in ML nach Vodder abgehalten. 1963 lernte der Arzt Johannes Asdonk die ML kennen und setzte sie in seiner allgemeinärztlichen Praxis in Kombination mit Chirotherapie erfolgreich ein. 1966 fand dann der erste gemeinsame Kurs für ML von Asdonk und Vodder in Essen statt. Dort gründeten sie 1967 die »Gesellschaft für Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder« mit dem Ziel, die Wirksamkeit der Therapie wissenschaftlich zu belegen. Kurz darauf wurde die erste Schule für ML unter Asdonks Leitung eröffnet. Asdonk gründete schließlich im Jahr 1972 die erste lymphologische Klinik weltweit im Schwarzwald. Seit 1973 ist die ML nach Dr. Vodder im Abrechnungskatalog der Ersatzkassen aufgenommen.

1985 wurde dann ein einheitlicher Rahmenplan für die Lehrinhalte der Lymphdrainageschulen festgelegt. Inzwischen gibt es in Deutschland zirka zwölf Schulen mit jeweils bis zu zehn Niederlassungen, die jährlich Tausende von Therapeuten ausbilden. Dank Michael Földi konnten die theoretischen Aspekte der Lymphologie belegt werden, so dass die ML heute fester Bestandteil der physikalischen Therapie ist. Die »Deutsche Gesellschaft für Lymphologie (DGL)« ist inzwischen für die Qualitätssicherung der Therapie zuständig.

Wichtiger Therapiebestandteil bei vielen Erkrankungen

Die manuelle Lymphdrainage (ML) ist eine Behandlungsform, mit deren Hilfe Ödeme vorübergehend oder dauerhaft reduziert werden sollen. Durch überwiegend sanfte, sich rhythmisch wiederholende Handgriffe werden ...

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