Leitlinie lumbaler Rückenschmerz +++ Aktivität +++ Patienten-Coaching +++ Gesprächsführung
Ein individuelles Konzept für die Umsetzung von Bewegungsprogrammen
Thomas Messner
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Auf einen Blick
Als Physiotherapeut steht man immer häufiger vor der Aufgabe, den Patienten im Hinblick auf sein tägliches Bewegungs- und Aktivitätsverhalten zu beraten und ihm bei der nachhaltigen Umsetzung behilflich zu sein. Diese Tatsache wird am Beispiel der Leitliniensituation des unspezifischen Rückenschmerzes deutlich. Aber auch in anderen Bereichen spielt das Patientenverhalten eine entscheidende Rolle. Die Integration eines Coaching-Ansatzes kann die Therapie optimieren, das Behandlungsspektrum erweitern und den Weg zum Selbstzahlerbereich öffnen.
Breiter Konsens
Im Beitrag »Leidlinie versus Leitlinie Interpretation am Beispiel des akutensubakuten lumbalen Rückenschmerzes« (ab Seite 6) ist die aktuelle Leitliniensituation für diesen Bereich bereits skizziert worden. Es besteht ein breiter Konsens, dass Patienten geraten werden sollte, sich körperlich aktiv zu verhalten. Dieser Ratschlag hat einen therapeutischen und einen präventiven Aspekt. Die Weiterführung der Aktivität und die Vermeidung körperlicher Schonung tragen dazu bei, dass der Patient schnell wieder auf die Beine kommt. Er kann selbst einen Beitrag dazu leisten und die Voraussetzungen schaffen, dass eine weitere Schmerz episode bereits im Vorfeld entschärft wird.
Die Frage nach der Dosis
Über die Dosis und das Ausmaß der angestrebten Aktivität geben die Leitlinien keinen Aufschluss. Wie bereits in der Übersichtsarbeit in dieser Ausgabe beschrieben, kann sich der Therapeut an allgemeine Empfehlungen aus der ge - sundheitswissenschaftlichen Literatur anlehnen.
Demnach kann dem Patienten empfohlen werden, sich täglich für die Dauer von 30 Minuten in moderater Weise körperlich aktiv zu verhalten, um gesundheitliche Wirkungen erzielen zu können. Unter bestimmten Voraussetzungen scheint es auch möglich, Aktivitätsphasen zu addieren (1). Um verschiedene Aktivitäten hinsichtlich ihres Energieverbrauches zu vergleichen, kann das metabolische Äquivalent verwendet werden (2). Eine moderate Belas - ...
Abb. 1_Individuelles Patienten-Coaching ein Praxisbeispiel
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