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Königliche Leitlinien

Physiotherapeutische Behandlung nach Mensikusoperation

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Abb. 1:
Die Niederländer stellen nicht nur guten Käse her, sondern auch umfassende Leitlinien für die Physiotherapie, die teilweise auch in englischer Sprache zur Verfügung stehen

Foto: gandolf©fotolia.de

Auf einen Blick

Uns zeigt ein Blick über den nationalen Tellerrand, dass die Niederländer nicht nur guten Käse herstellen, sondern auch über hervorragende Expertengruppen in der Physiotherapie verfügen, die im Auftrag der »Koninklijk Nederlands Genootschap voor Fysiotherapie« (KNGF) und dem »Nederlands Paramedisch Instituut« praxisorientierte Handlungsempfehlungen für unsere Berufsgruppe erarbeiten. In diesem Beitrag stellt Ihnen die Autorin die Leitlinie für Physiotherapie nach einer Meniskusoperation vor.


Aufbau der Leitlinie

Die Leitlinie für das physiotherapeutische Vorgehen nach Meniskusoperationen besteht aus drei Teilen:

  1. Eine neunseitige Praxisleitlinie mit einer zusammenfassenden Übersichtskarte für den schnellen Überblick, die den Therapeuten bei der optimalen Behandlung im täglichen Praxisablauf unterstützt. Sie beschreibt das Screening-Verfahren für den direkten Zugang, den diagnostischen und therapeutischen Prozess sowie Evaluation und Abschlussbericht.

  2. Eine Beilage, die zwei typische, aber entgegengesetzte Patientenprofile anhand eines Fallbeispiels beschreibt, sowie alle eventuell einsetzbaren Messinstrumente, wie den Lysholm Score (siehe Glossar), den Tegner Score (siehe Glossar) und die Sports Acitivity Rating Skala (siehe Glossar).

  3. Der dritte Teil nennt sich »Verantwortung und Erläuterung«, in dem die Autoren Rechenschaft ablegen über die jeweiligen Unterpunkte der Praxisleitlinien und diese noch ausführlicher erklären. Die Beweisführung und Konsensusfindung der Expertengruppe, ebenso das jeweilige Evidenzniveau werden hier transparent dargestellt.

Diagnostischer Prozess

Patient im Mittelpunkt
Die Sensibilität, mit der die Leitlinien den betroffenen Patienten in den Mittelpunkt des Therapieablaufs stellen, beeindruckt, denn sie lenken den Blick nicht nur auf dessen Denken und Fühlen über die »illness beliefs«, sondern empfehlen auch sehr gezielte, hilfreiche Fragen zur Anamnese und über die Erwartungen, die Einsicht sowie den Umgang mit der Knieeinschränkung. Aus Patientensicht stellen sich folgende Fragen:

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