Schlaganfall +++ REM-Schlaf +++ Non-REM-Schlaf +++ Motorische Erinnerung +++ Motorisches Lernen
Neue Erkenntnisse für die Behandlung von Schlaganfallpatienten
Tanja Bossmann
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Auf einen Blick
Thomas Friedel und Alfred Meier-Koll untersuchten die von Schlaganfallpatienten selbst bestimmten Ruhe- und Aktivitätszyklen. Die zeitliche Verteilung der Therapieblöcke ließ Periodizitäten erkennen, die sich nicht auf die Klinikroutine zurückführen ließen. Offensichtlich folgten die Patienten unbewusst ihrer inneren Uhr. Ruhe- und Schlafphasen scheinen also für die Rehabilitation ebenso wichtig zu sein wie die Therapie selbst. Warum ist das so? Lesen Sie in diesem Beitrag über die neuen Erkenntnisse der Grundlagenforschung.
»You have to dream it to achieve it«
Die Forschung der letzten Jahrzehnte zeichnet mittlerweile ein recht detailliertes Bild der Fähigkeit des menschlichen Gehirns sich zu reorganisieren, zum Beispiel nach einer Schädigung durch einen Schlaganfall. Thomas Elbert und Brigitte Rockstroh Wissenschaftler der Universität Konstanz beschrieben in der Zeitschrift The Neuroscientist die Prinzipien kortikaler Reorganisation. Eines davon lautet: »You have to dream it to achieve it« (1). Ruhe- und Schlafphasen haben also offensichtlich eine gewisse Bedeutung für Lernvorgänge. In der Physiotherapie spielt insbesondere das motorische Lernen eine wichtige Rolle.
Motorische Erinnerung
Motorische Erinnerung entwickelt sich über die Zeit in mindestens vier verschiedenen Abschnitten (2, 3):
1. Aneignung
2. Konsolidierung
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SCHLAF
Schlaf lässt sich generell in zwei Phasen klassifizieren: in REM (rapid eye movement)-Schlaf und Non-REM (non-rapid eye movement)-Schlaf; REM-Schlaf ist charakterisiert durch schnelle Augenbewegungen und wird auch als paradoxer Schlaf bezeichnet, da die Gehirnaktivität dem Wachzustand ganz ähnlich ist. Non-REM-Schlaf lässt sich in Abhängigkeit von EEG (Elektroenzephalogramm)-Befunden noch einmal in vier weitere, die zunehmende Schlaftiefe charakterisierende Abschnitte unterteilen; Erwachsene fallen zuerst in einen Non-REM-Schlaf, der dann in die REM-Phase übergeht. Diese Abschnitte wechseln alle 90 bis 110 Minuten und es gibt etwa vier bis sechs Zyklen pro Nacht (2).
Foto: olly©fotolia.deweiter ... (für pt_Abonnenten)
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