Vojta +++ Zerebralparese +++ Hypotonie +++ Mentale Beeinträchtigung +++ Dystrophie +++ Mikrozephalie
Behandlungsverlauf eines Kindes mit Hypotonie und mentaler Beeinträchtigung
Barbara Zukunft-Huber
Auf einen Blick
Es wird zunehmend gefordert, die Wirksamkeit verschiedener Behandlungstechniken zu untersuchen. Im Bereich der Pädiatrie sind wissenschaftliche Studien allerdings schwierig, denn jedes Kind ist einzigartig in seiner Persönlichkeit und neurologischen Störung. Der vorliegende Fallbericht setzt die Reihe von Behandlungsverläufen fort. In diesem Beitrag lesen Sie über den dritten Fall der muskulären Hypotonie mit zusätzlicher Dystrophie, Mikrozephalie mit geistiger Behinderung und Hüftdysplasie.
Herausforderung für die Therapie
Die Physiotherapie nach spielerischen Gesichtspunkten bei Kindern mit zusätzlicher mentaler Beeinträchtigung ist eine Herausforderung. In diesen Fällen erweist sich das Vojta-Konzept als besonders hilfreich, denn die Bahnung der Therapie erfolgt auch bei diesen Kindern automatisch und ist unabhängig von der geistigen Entwicklung (1-5).
Hilfe auf verschiedenen Ebenen
Da mental gestörte Kinder über äußere Reize kaum ansprechbar sind, ist die Therapeutin ohne Vojta-Kenntnisse oftmals ratlos, wie sie dem Kind am besten helfen kann. Besteht zusätzlich noch eine Hüftdysplasie, dann könnten Spreizhosen oder Pavlik-Bandagen (siehe Glossar) die Motorik empfindlich stören. Deshalb ist eine zusätzliche Therapie, die in der Behandlung die Hüftstörung mit einbezieht, unerlässlich (6).
Im vorliegenden Fall bestanden folgende Diagnosen:
Es handelte sich um eine schwere, nicht progrediente, ätiologisch ungeklärte Enzephalopathie mit motorischer und mentaler Behinderung.
Bei der Erstvorstellung war Tina eineinhalb Jahre alt. Nach Angaben des Arztbefundes einer Universitäts-Kinderklinik wurde bis zu diesem Zeitpunkt eine pragmatische Förderung und Physiotherapie nach spielerisch kindorientierten Gesichtspunkten durchgeführt.
Wegen der Hüftdysplasie bekam das Kind im Alter von drei bis fünf Monaten eine Pavlik-Bandage, was die motorische Entwicklung nach Ansicht der Mutter negativ beeinflusst hatte. Zusätzlich erhielt Tina Frühförderung zuhause, ...
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