Methodisches Handeln +++ ICF +++ Befunddokumentation +++ Qualitätssicherung +++ Anwendbarkeitskriterien
Erstellung und Evaluation eines Befundprotokolls
André Molitor, Tim Jaspers, Susy Braun
Auf einen Blick
Ein Behandlungsrhythmus, der im Rahmen der Wirtschaftlichkeit und der Qualitätssicherung angesetzt ist, erfordert eine kurze und übersichtliche Befunddokumentation. Die Autoren entwickelten und evaluierten eine Dokumentationshilfe, die insbesondere auch die ICF-Ebenen integriert und die wir Ihnen hier vorstellen.
Die Fragen »Was ist Dokumentation?«, »Welche Anforderungen, Verpflichtungen und Standards gibt es bereits?«, »Ist das überhaupt praktikabel?« stellten sich bei der erstmaligen thematischen Auseinandersetzung. In Gesprächen mit Kollegen und Schülern, aufgrund von Recherchen in Literatur und Internet zeigte sich, dass das Hauptaugenmerk des physiotherapeutischen Prozesses auf die Komponenten der Funktion und Struktur gelegt wird.
ICF-Ebenen
Aktivität und Partizipation werden immer noch zu wenig berücksichtigt, obwohl Patienten wie auch Kostenträger häufig den Behandlungserfolg an den Erfolgen auf diesen Ebenen messen. Nicht selten gründet diese an Strukturen und Defiziten orientierte Sicht auf Untersuchungsschemata (Dokumentationsbogen), die sehr spezifisch auf bestimmte Krankheitsbilder der einzelnen klinischen Fachrichtungen ausgelegt sind. Der ganzheitliche Blick auf den Patienten und auf seine Bedürfnisse bezüglich seines funktionalen Gesundheitsstatus kommt dabei häufig zu kurz.
An diesem Punkt wollten wir mit dem einheitlichen Befunddokumentationsprotokoll (EBDP) ansetzen. Das Ziel war ein Protokoll zu erstellen, das die ICF-Ebenen integriert, methodisch gut aufgebaut ist, und unabhängig von Therapiemethoden oder -konzepten, von der Berufserfahrung des Physiotherapeuten ...
Messung vor (T0) und nach (T1) der Intervention weiter ... (für pt_Abonnenten)
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