Bandscheibenvorfall +++ Physiotherapiemodul +++ Extension +++ Traktion +++ Ultraschall
Ein wissenschaftlich untermauertes Physiotherapiemodul
Stephan Kirchner
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Auf einen Blick
Die in der Übersichtsarbeit ab Seite 6 gefundenen Therapiemethoden bilden den Kern eines wissenschaftlich untermauerten Physiotherapiemoduls. Der Autor stellt Ihnen in diesem Praxistransfer einen neuen Versorgungsalgorithmus und dessen Umsetzung in die Praxis vor, der die Physiotherapie als zentralen Teil der Versorgung von Patienten mit akuten lumbalen Bandscheibenvorfällen implementiert.
Klinisches Bild
Im Wartebereich der Therapieeinrichtung läuft ein Patient rastlos auf und ab. Nachdem er aufgefordert wird den Anmeldebogen auszufüllen, versucht er Platz zu nehmen. Unter Schmerzen stützt er sich auf beide Stuhllehnen, um in den Sitz zu sinken. Seitlich gekrümmt und eines der Beine ausgestreckt beantwortet er fahrig den Fragebogen. Ist der Patient zwischen 30 und 50 Jahre alt, kann man die Diagnose auf der Verordnung mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen: akuter lumbaler Bandscheibenvorfall.
Extension
Nach eingehender Befundung und Berücksichtigung der Kontraindikationen ...
Die inhaltliche Empfehlung des Physiotherapiemoduls (siehe Abbildung) ist eine normierte Kombinationstherapie mit kaudalen Traktionsimpulsen an der Lendenwirbelsäule von 450 N in Verbindung mit aktiven und passiven Extensionsbewegungen des lumbalen Wirbelsäulenabschnitts.
Ergänzend kann die Anwendung von Ultraschalltherapie zum Einsatz kommen. Es scheint zudem sinnvoll, Patienten mit akuten lumbalen Bandscheibenvorfällen direkt einer physiotherapeutischen Intervention über sechs Therapieeinheiten zuzuführen, bevor weitere Diagnose- und Therapieoptionen in Betracht gezogen werden.
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