Pädiatrie +++ Elternrolle +++ Therapiemanagement +++ Behinderung +++ Compliance
Tobias Bergerhoff
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Auf einen Blick
Die verschiedenen Therapiekonzepte in der Pädiatrie interpretieren die Mitwirkung der Eltern unterschiedlich. Um die Eltern sinnvoll in eine erfolgreiche Therapieplanung mit einzubeziehen, bedarf es einer klaren Definition ihrer Rolle. In pt 2_2011 diskutierte der Autor den Begriff »Co-Therapeut« im Zusammenhang mit dem »Shared Decision Making« (SDM) und stellte die Sichtweise des behinderten Kindes in den Mittelpunkt. Der zweite Teil beschäftigt sich nun mit der Begriffsdefinition »Co-Therapeut« aus der Sichtweise der am Therapieprozess Mitwirkenden.
Eine Welt bricht zusammen
Nach seiner Geburt steht das Kind von Anfang an im Mittelpunkt seines Umfelds. Die Eltern sehen es als Wunder der Schöpfung an und erfreuen sich an ihm uneingeschränkt bis zu dem Moment, in dem Sie erkennen, dass etwas nicht stimmt oder anders ist. Entweder spüren sie selbst, dass sich ihr Kind nicht normal entwickelt oder sie werden durch Fachleute darauf aufmerksam gemacht. Im ersten Moment bricht dann zumeist eine Welt zusammen und nichts ist mehr so wie zuvor.
Die seelischen Höhen und Tiefen eines solchen Erkenntnisprozesses können Dritte nicht oder nur kaum nachvollziehen, sie werden aber die Beziehung zwischen den Eltern und dem Kind ein Leben lang begleiten. Nicht selten müssen Eltern sich dann »Prophezeiungen« von »Göttern in Weiß« anhören, die dem Kind diese oder jene Laufbahn voraussagen. Im Bestreben eine Prognose abzugeben, sind Aussagen wie »Ihr Kind wird nie laufen lernen« sicherlich keine Seltenheit.
Gewissenskonflikte
Die gestörte Entwicklung eines Kindes stellt eine unglaubliche Herausforderung für die Eltern dar. Als mögliche Antwort darauf stehen diese vor einer ...
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