LEHRE_FORT- & WEITERBILDUNG

Skoliose +++ Intensivkonzept +++ Kurzrehabilitation +++ Sagittalprofil +++ Experiential learning

Scoliologic ›Best Practice‹ Programm

Konzepte stellen sich vor – auf der Basis des pt_Konzepte-Fragebogens

Die Instruktoren Ulrike Hammelbeck (B.Sc.) (links) und Elli Santos (OMT) (rechts) auf einem internationalen Kurs bei der Einstellung der Übung »50 x Pezziball«
Foto: Hans Rudolf Weiß

Auf einen Blick

Die bunte Vielfalt der Konzepte gibt der Physiotherapie von jeher wichtige Impulse. »pt« lädt die offiziellen Vertreter ein, anhand eines Fragebogens ihr Konzept vorzustellen. Dieses Mal beantwortet Ulrike Hammelbeck, Physiotherapeutin (B. Sc.) und Scoliologica ›Best Practice‹ Instruktorin die Fragen der pt_Redaktion zum neuen Scoliologic ›Best Practice‹ Programm in der konservativen Skoliosebehandlung.


Konzept

Die 3-D-Skoliosebehandlung begründete Katharina Schroth (1894-1985) ausgehend von den Deformitäten ihres eigenen, von einer Skoliose betroffenen Körpers. Die Behandlung nach Katharina Schroth wurde ab 1921 in Meißen und ab 1961 in Bad Sobernheim (seit 1995 Asklepios Katharina-Schroth-Klinik) angewandt. Ihre Tochter Christa Lehnert-Schroth entwickelte dieses Therapieverfahren bedeutend weiter und verbreitete es.

Der Enkelsohn von Katharina Schroth und Sohn von Christa Lehnert-Schroth, Hans Rudolf Weiß – ein Orthopäde mit Physiotherapieausbildung – war 18 Jahre ärztlicher Direktor der Katharina-Schroth-Klinik. Der Arzt ist weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der konservativen Skoliosetherapie und erfährt durch seine zahlreichen Publikationen auf diesem Gebiet international eine hohe Reputation. Seit 2009 leitet er den Rehabilitationsdienst im Gesundheitsforum Nahetal in Gensingen.

Hans Rudolf Weiß baute das Scoliologic ›Best Practice‹ Programm auf und testete erfolgreich das evidenzbasierte Gesamtkonzept unter klinischen Bedingungen bereits 2006 und 2010. Im Therapiezentrum können Patienten an ambulanten Intensivbehandlungen teilnehmen und Physiotherapeuten sich in dieser Thematik fortbilden. Das Scoliologic ›Best Practice‹ Programm ist methodologisch aufgebaut und beinhaltet die im Folgenden kurz beschriebenen Komponenten.

Das physio-logica Programm zur Korrektur des Sagittalprofils

Nach Ansicht vieler Autoren kann der thorakale Flachrücken als begünstigender Faktor für die thorakale idiopathische Skoliose angesehen werden (1-5). Wenn die Rotation und die seitliche Abweichung der Wirbelsäule sekundäre Ausprägungsmuster der idiopathischen Skoliose darstellen, kann davon ausgegangen werden, dass die dreidimensionale Deformität einer Skoliose durch die Applikation sagittaler Kraftmomente korrigiert oder verbessert werden kann. Auf dieser Grundlage wurde ein Übungsprogramm entwickelt mit dem Ziel, das physiologische Sagittalprofil zu verbessern, wenn möglich wieder herzustellen.


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