Sturzprävention +++ Kursangebot +++ Assessment +++ Senioren +++ Marketing
Über die Schwierigkeiten Kursteilnehmer zu rekrutieren
Sven Krügerke
Auf einen Blick
In Anlehnung an das Projekt »Die Fünf Thuranos« zur Sturzvorbeugung bei älteren Menschen, das wir Ihnen in einer früheren Ausgabe vorstellten, entwickelte der Autor ein Kurskonzept nach den Kriterien des Leitfadens Prävention, das von den örtlichen Krankenkassen als qualitätsgesichert anerkannt wurde. Bei der Umsetzung musste er realisieren, dass es trotz des qualitätsgesicherten Konzeptes und dessen Realisierung äußerst schwierig ist, Teilnehmer zu gewinnen. Kritisch reflektiert er hier das Kurskonzept.
Rahmenbedingungen
Vier Senioren nahmen an dem Kurs teil drei Frauen, ein Mann, geboren 1923, 1927, 1934 und 1938. Der Kurs fand an acht aufeinanderfolgenden Donnerstagen von 10 bis 11 Uhr in einem 20 m² großen Raum einer Physiotherapiepraxis statt.
Der Sturzprophylaxekurs sollte bei den Teilnehmern messbare Verbesserungen der Kraft- und Gleichgewichtsfähigkeit erzielen. Zu diesem Zweck wurden die Probanden jeweils eine Woche vor Kursbeginn, eine Woche und nochmals sechs Monate danach mit Assessments bewertet.
Übungen
Den Mittelpunkt jeder Übungsstunde stellte ein progressiv durchgeführtes Kraft- und Balancetraining dar. Die Übungen wurden in Anlehnung an die »Fünf Thuranos« gestaltet und auf Grundlage der im Vorfeld erhobenen Parameter individuell auf das Leistungsvermögen der Senioren abgestimmt. Die Teilnehmer übten in jeder Stunde gemeinschaftlich das Hausaufgabenprogramm ein. Neben dem aktiven Training fand zu jedem Termin die Besprechung eines relevanten Themas statt, zum Beispiel Trainingstagebuch, Risiko-
Abb. 1:
Positives Ergebnis der BBS:
je niedriger der Eingangswert,
desto größer fiel der Zuwachs aus
Grafik: Sven Krügerke
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