Stretching +++ Muskeldehnung ++++ Mechanische Theorie +++ Sensorische Theorie +++ Viskoelastizität
Des Rätsels Lösung auf der Spur
Tanja Bossmann
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Auf einen Blick
Studien zum Thema Dehnen gibt es wie Sand am Meer. Viele Forscher untersuchten bereits die Effektivität der Intervention aus verschiedenen Blickwinkeln und mit verschiedenen Ansätzen. Einen kleinen Ausschnitt analysierte die Autorin der Forschungsarbeit in dieser Ausgabe ab Seite 6. Aber welche Theorien sollen dadurch untermauert werden? Und für welche Erklärungsansätze gibt es eine Evidenz? Dieser Beitrag gibt Ihnen ein paar Antworten.
Im März 2010 veröffentlichten Cynthia Holzmann Weppler und S. Peter Magnusson einen Beitrag zu den theoretischen Grundlagen von Dehnungen im Journal Physical Therapy (siehe Internet). Die folgenden Darstellungen basieren auf diesem Artikel.
Mehrdimensionales Konzept
»Muskellänge« ist ein mehrdimensionales Konzept und Längenmessungen sind nur eine Dimension davon. Weitere Dimensionen sind Spannung, Querschnitt und Zeit, von denen sich weitere biomechanische Eigenschaften ableiten lassen (Tab. 1).
Die Beziehung zwischen Länge und Spannung kann in einem Spannungs-Dehnungs-Diagramm (Abb. 1a) (siehe Glossar) dargestellt werden. Die Messung der Muskellänge beim Menschen basiert in der Regel auf Messungen von Gelenkwinkeln und die Zugkraft wird durch Drehmomente ausgedrückt. Das bedeutet, Spannungs-Dehnungs-Diagramme werden oft in Form von Winkel-Drehmoment-Kurven präsentiert.
Kritische Überlegungen
Problematisch ist, dass solche Darstellungen das Konzept »Muskellänge« eindimensional beschreiben und andere Dimensionen nicht berücksichtigen. Zu bedenken ist auch, dass in Studien am Menschen natürlich auch andere Gewebe Haut, Bindegewebe, neurale Strukturen den Test und das Ergeb-
Abb. 1: Übliche Darstellungen zur Untersuchung von Dehneffekten (theoretische Illustrationen)
a: Zwei Spannungs-Dehnungs-Diagramme;
b: Viskoelastische Stressrelaxation,
c: Ohne mechanische Veränderung gibt es keine Verschiebung wie in Abb. 1a illustriert
Grafiken: Tanja Bossmann (modifiziert nach Weppler & Magnusson)
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