Praktische Prüfungen +++ Kompetenzschulung +++ Handlungskompetenz +++ Duale Ausbildung
Abschlussprüfungen alte Bahnen versus neue Wege
Bianka Pohl, Jacqueline Semper-Jost
Auf einen Blick
Handlungsorientierte Lehr- und Lernarrangements sind zunehmend fester Bestandteil der physiotherapeutischen Ausbildung. Sie erfordern ein kompetenzorientiertes Prüfen nach drei Jahren. Grundlage der staatlichen Abschlussprüfung bildet die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung vom 6. Dezember 1994. Ist das kompetenzorientierte Prüfen basierend auf den gesetzlichen Bestimmungen realisierbar? Dieser Artikel stellt Ihnen die Ideen und Diskussionsansätze für diesen »Spagat« vor.
»Gute Schule bedeutet nicht, dass die Schüler die Lehrer verstehen, sondern dass die Lehrer die Schüler verstehen.« (1). Vor dieser Aufgabe stehen die Pädagoginnen in der dualen Ausbildung (siehe Glossar). Unter der dualen Ausbildung wird die Vernetzung zwischen den Lernorten Berufsschule und Praxis verstanden.
Nach Lefrancois (2) ist Lernen ein Ergebnis aus Erfahrungen. Das gesamte Handlungsrepertoire des Menschen wird durch soziale, emotionale, kognitive und motivationale Aspekte beeinflusst und spiegelt sich in bestimmten Verhaltensänderungen wider. Die Teilkompetenzen wie Fach-, Methoden-, Sozial- und Personalkompetenz ergeben in ihrer Gesamtheit die berufliche Handlungskompetenz (3, 4). So wird in der Handreichung der KMK die Entwicklung der Handlungskompetenz als umfassendes Ziel der dualen Ausbildung beschrieben.
Gegenwärtig ist der Kompetenzbegriff mehrdeutig definiert und somit nicht
Abb. 1:
Voraussetzungen für kompetenzorientiertes Prüfen
Grafik:
Bianka Pohl, Jacqueline Semper-Jost
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