Muskelsystem +++ Muskelketten +++ Schmerz +++ Funktionelle Muskeltherapie (FMT)
Konzepte stellen sich vor auf Basis des pt_Konzepte Fragebogens
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| Manuelle Drucktechnik nach FMT zur Behandlung der kleinen Glutaeen Foto: Helge Sauber |
Auf einen Blick
Die Physiotherapie in Deutschland ist bestimmt von einer »Konzepte-Kultur«. Die Vielfalt der Methoden gibt der Profession wichtige Impulse, andererseits fällt es schwer, Hilfreiches auszuwählen. In diesem Beitrag lesen Sie die Antworten von Bettina Tamura auf die Fragen der pt-Redaktion zu ihrem Konzept der Funktionellen Muskeltherapie (FMT).
Grundlagen zur Methode
Die Wiederherstellung der Funktion des Muskelsystems als Einheit und damit die Beseitigung von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen stellt den Kern des Konzepts dar.
Die FMT geht von einem anderen Schmerzverständnis aus und findet die Schmerzursache, indem sie die Funktionsweise des gesamten Muskelsystems beim Auftreten des Schmerzes analysiert. Dabei wird fast immer fern vom eigentlichen Schmerzort therapiert und das Aufspüren der Funktionsstörung im Muskelsystem also des Therapiegebiets wird durch eine sorgfältige Befundaufnahme erreicht. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei auch die »persönliche Geschichte« des Muskelsystems, denn frühere Belastungen, Unfälle, Operationen oder Stürze hinterlassen dort ihre Spuren und lösen oft die später auftretenden Schmerzen aus.
Störung von Muskelketten
Die Funktionsstörung selbst scheint im Bindegewebe der Muskulatur zu liegen. Das Gewebe ist in seiner Spannung krankhaft erhöht und verhindert so die normale Fähigkeit des Muskels sich zu verlängern, was zu Scherkräften in Gelenken, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen führt. Da das Muskelsystem immer in Muskelketten arbeitet, die durch den ganzen Körper laufen und je nach Bewegung ständig wechseln, kann ein funktionsgestörter Muskel die gesamte Muskelkette stören und Schmerzen verursachen, die weit entfernt liegen.
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