Alzheimer +++ Demenz +++ Körperliche Aktivität +++ Training +++ Alltagsaktivitäten
Wie effektiv ist Physiotherapie bei Demenz?
Monika Ruf, Julia Seibel
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| Abb. 1: Es gibt bereits einige Studien, welche die Wirksamkeit von Aktivität bei Demenz untermauern |
Auf einen Blick
Die Häufigkeit der Demenz steigt mit dem Alter und wird sich den statistischen Prognosen zufolge in den nächsten 40 Jahren mehr als verdoppeln. Das erhöht auch gleichermaßen die Gesundheits- und Pflegekosten für die Gesellschaft. Um dies zu verhindern, muss eine frühzeitige Behandlung gefördert werden. Je eher mit einem Training begonnen wird, desto mehr können Selbstständigkeit und kognitiver Rückgang beeinflusst werden das zeigen auch die hier veröffentlichten Ergebnisse, zu denen die beiden Autorinnen in ihrer Bachelorarbeit kamen.
Demenz
Demenz ist eine häufige und weitverbreitete neurologische Erkrankung, die durch eine meist chronische oder fortschreitende Erkrankung des Gehirns entsteht.
Sie stellt auch ein großes gesellschaftliches Problem dar, da sie die Selbstständigkeit und Partizipation des Betroffenen und die seines Umfelds beeinflusst.
Derzeitige Therapieschwerpunkte
In der bisherigen Behandlung stehen die medikamentöse Therapie und das Gedächtnistraining an erster Stelle, funktionelle Aspekte werden weniger berücksichtigt. Bisher wurden auch nur wenige RCTs zur Effektivität von Aktivitätsprogrammen bei Demenz durchgeführt (1). Für ältere Personen im Allgemeinen gibt es bereits einige Belege dafür, dass Training nützlich ist, um einem kognitiven Rückgang entgegenzuwirken. Diese Erkenntnisse können allerdings nicht ohne Weiteres auf Demente übertragen werden, sondern müssen in dieser speziellen Population untersucht werden (2).
Im Rahmen unserer Bachelorarbeit analysierten wir vier Studien (PEDro-Bewertung mind. 6/10) und zwei Übersichtsarbeiten, um herauszufinden, welche physiotherapeutischen Maßnahmen einem motorischen Rückgang entgegenwirken können, um bei Dementen den Verlust der Selbstständigkeit hinauszuzögern.
Schützender Effekt
Die Übersichtsarbeit von Rolland et al. (1) gibt Hinweise darauf, dass
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