PRAXIS_PROJEKT

Feedback +++ Motorisches Lernen +++ Sport +++ Jugendliche +++ Fußball +++ Rehabilitation

Externales Feedback in der Physiotherapie

Erlernen motorischer Fertigkeiten

Theresa Drauz, Andreas Rothgangela, Susy Braunb

Auf einen Blick

Bewusst oder unbewusst benutzen Physiotherapeuten verschiedene Arten des Feedbacks für den motorischen Lernprozess – eine spezifische Form ist das »externale Feedback«. Lesen Sie anhand der aus vorhandener Literatur gewonnenen Evidenz und den Resultaten einer eigenen Studie an Fußballern eine Anwendungsempfehlung.


Einleitung

Als Physiotherapeuten benutzen wir täglich Feedback, um unseren Patienten Übungen zu verdeutlichen oder um es gezielt therapeutisch einzusetzen. Ein praktisches Beispiel: Da ein Patient beim Aufstehen lediglich noch etwas taktile Hilfe benötigt, um den Oberkörper weit genug in Vorlage zu bringen, möchte ein Physiotherapeut mit ihm das selbstständige Aufstehen beüben. Er versucht ihm mit seiner Rückmeldung zu helfen, den Transfer selbstständig zu meistern. Er gibt dem Patienten wiederholt die Anweisung, das Gewicht weit nach vorn zu verlagern. Die Anweisung bringt nicht den gewünschten Erfolg – der Transfer verbessert sich nicht. Was könnte der Grund hierfür sein?

Eine Untersuchung von Talvitie aus dem Jahr 2000 zeigt, dass die meisten Physiotherapeuten nicht über ihre Anweisungen nachdenken, sondern diese intuitiv geben (1).

Feedbackarten

Die Definition des Begriffs Feedback umfasst alle Informationen, die unser Körper als sensorische Rückmeldung (Afferenz) erfährt (2). Feedback wird nach der Art der Afferenz weiter in unterschied­liche Formen aufgeteilt (Abb. 1).


Abb. 1
Übersicht der verschiedenen Feedbackarten und wie sie sich zu einander verhalten (modifiziert nach van Cranenburgh (3))

Grafik: Theresa Drauz



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