Statistikprogramm +++ Abhängige Variable +++ Unabhängige Variable +++ Testvariable
[tb] Wichtige Kennzahlen für Lage und Streuung metrischer Variablen thematisierten wir bereits in der pt 3_2009 (siehe Hinweis) und deuteten an, dass Analysen für verschiedene Fallgruppen vorzunehmen sind.
In diesem Beitrag gehen wir nun ins Detail und gehen den Fragen nach, ob sich das Durchschnittsgewicht der männlichen Studienteilnehmer von dem der weiblichen unterscheidet (deskriptiver Teil) und welche Rückschlüsse wir auf die Grundgesamtheit ziehen können (induktiver Teil).
Mittelwerte vergleichen
Über den Menübefehl »Analysieren Mittelwerte vergleichen Mittelwerte« öffnet sich das Dialogfeld »Mittelwerte«. Die Variable, deren Mittelwert berechnet werden soll, kommt in das Feld »Abhängige Variable«, in unserem Beispiel das Gewicht. Über das Feld »Unabhängige Variable« definiert man die Fallgruppen, hier das Geschlecht. Der Klick auf OK verrät uns, dass die 53 Männer der Datendatei durchschnittlich 83,2 kg wiegen, bei den 47 Frauen errechnet das Programm einen Mittelwert von 71,9 kg.
Soweit der deskriptive Teil der Analyse. Aber was können wir über das durchschnittliche Gewicht der Grundgesamtheit sagen, d.h. über das Durchschnittsgewicht der Personen, die den Studienteilnehmern ähneln hier geben die Ein- und Ausschlusskriterien Auskunft , aber nicht an der Untersuchung teilnahmen? Können wir auf Basis der gesammelten Daten den Rückschluss ziehen, dass die Männer der Grundgesamtheit generell mehr wiegen als die Frauen? Dies lässt sich mit Verfahren der induktiven Statistik untersuchen. In unserem Fall mit dem t-Test für unabhängige Stichproben.
t-Test anfordern
Der Menübefehl »Analysieren Mittelwerte vergleichen t-Test bei unabhängigen Stichproben« öffnet das entsprechende Dialogfeld. Die zu analysierende Variable hier das Gewicht muss in das Feld »Testvariable« verschoben werden. Die Variable Geschlecht definiert die zu vergleichenden Fallgruppen und gehört in das Feld »Gruppenvariable«, für das man die Gruppen aber noch explizit definieren muss. Das Programm errechnet zusätzlich auch das Konfidenzintervall für den Mittelwertunterschied. Über OK ist die Berechnung zu starten.
Oben links ist das Dialogfeld »Mittelwerte« zu sehen, oben rechts die Felder für die Anforderung des t-Tests, die Tabellen unten zeigen die Ergebnisse
Screenshot: Tanja Bossmann, erstellt mit IBM SPSS Statistics (ehemals PASW Statistics)
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